BORKE - BECKETT - BOOM
28. Internationale Theaterhaus Jazztage

Tobias Borke gehört zu den großen Virtuosen der Freestyle-Kunst. Er improvisiert Reime und Verse, jongliert mit der Sprache, lässt sich vom Publikum Stichwörter geben und verwebt diese spontan zu kunstvollen Satzgebilden.

Vor vielen Jahren hat er Tagebuch geführt und seine Erlebnisse in improvisierten Reimen und Versen auf Minidisc festgehalten. Damals wusste er noch nichts von „Krapp‘s Last Tape“ und von Samuel Beckett, der diese Idee eines akustischen Tagebuchs in seinem Theaterstück auf die Bühne gebracht hat. Wie Krapp wird auch Borke mit seinen 15 Jahre alten Aufnahmen konfrontiert. Er weiß nicht, was ihn erwartet, er hat nicht die Möglichkeit, sich vorzubereiten. Zusammen mit dem Publikum lässt er sich an diesem Abend überraschen welche Passage der DJ ihm als nächstes vorspielen wird. Und nimmt sie dann spontan zum Anlass, um neue autobiographische Raps zu improvisieren für sich selbst und im direkten Kontakt mit dem Publikum.

Einen kurzen Mitschnitt des letzten Auftrittes im Theaterhaus gibt es hier!

Tobias Borke (voc)
Philip Scheibel (sounds)
Toni Farris (sounds)

Konzept: Almut Schnerring, Sascha Verlan