Vielleicht ist Frieder Grindler mithin einer der wenigen international reputierten, viel mehr als zwei Hände voll mögen es in Deutschland nicht sein, der mit so strikter Konsequenz aus seiner Neigung zum kulturellen Plakat Profession machte. In den letzten 40 Jahren entstehen rund 300 Plakate für Theater und andere Kultureinrichtungen. Angefangen bei dem kleinen Tübinger Zimmertheater werden grofle Bühnen, wie Staatstheater Darmstadt, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatstheater Karlsruhe, Staatstheater Dortmund, Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Stuttgart und andere auf Grindler aufmerksam, suchen die Zusammenarbeit mit ihm. Die Aufnahme 1976 in die „Alliance Graphique International“, in der sich weltweit die Elite der Grafik Designer findet, bestätigt neben einer Reihe weiterer Auszeichnungen, z.B. die Goldmedaille bei der Plakatbiennale in Warschau, der Grand Prix auf der Triennale in Lahti, Finnland, die Toulouse Lautrec Medaille, Frieder Grindlers internationale Statur.
JACQUES METZLER
| Ausstellungseröffnung: 3.10. |11:30h
Ausstellung: 3.10. bis 17.11. | 10:00h bis 21:30h Eintritt frei |
Südafrika ist eines der schönsten Länder der Erde und Kapstadt eine der schönsten Städte auf diesem Planeten. Der nächtliche Blick auf den Tafelberg und die glitzernde City in der Bucht rauben manchen Besuchern bisweilen den Atem – und ein Blick hinter diese und andere so traumhafte Kulissen schon mal den Schlaf. Doch Land und Leute lassen sich weder auf wunderbare Safaris und Sonnenuntergänge noch auf Kriminalität oder die Aids-Katastrophe reduzieren. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika und ganz sicher auch danach, lohnt sich ein intensiverer Blick auf das Land am Kap der guten Hoffnung. Die Fotografen Meinrad Heck und Peter Maurer sind auf eine Entdeckungsreise von Mensch zu Mensch gegangen. Sie haben Träumer und Denker getroffen, Künstler und Überlebenskünstler, sie haben Optimisten besucht, aber auch Verzweifelte und die Welt, in der sie leben. „Südafrika – Wir weinen nicht, wir singen“, heißt ihr Fotobuch mit zahlreichen Kurzgeschichten, das Anfang Mai im artur.Verlag Kirchentellinsfurt erschienen ist. (www.artur-verlag.de). Jetzt haben sie eine Fotoausstellung konzipiert, 50 großformatige Color- und Duotone-Fotos werden zu sehen sein.
Die beiden Journalisten und Fotoreporter Meinrad Heck und Peter Maurer kennen das Land seit Jahrzehnten. Meinrad Heck ist in Deutschland vielfach preisgekrönter Journalist und Buchautor, der seit 20 Jahren ans Kap reist. Peter Maurer ist in der DDR aufgewachsen, war dort aus politischen Gründen elf Monate in Haft, war in die Bundesrepublik gekommen, dort freier Journalist und Fotograf gewesen und 1986 nach Südafrika ausgewandert.
| Vernissage: So 11.7., 11:30h
Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 11.7. 12.9. 2010 Täglich geöffnet von 10:00h 21:30h |
Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor Nr. 4 in der Kernkraftanlage Tschernobyl in der Ukraine. Seit dieser Zeit steht das Areal unter Sonderbewachung des Militärs, der Reaktor-Rest ist mit einem rissig werdenden Betonsarkophag notdürftig eingeschlossen. In die wenig bis mäßig verstrahlten Gebiete dieser „Verbotenen-Zone“ kann man mit Genehmigung reisen. Gleich zweimal, 2008 und 2009, hat der junge belgische Fotograf Thierry Buysse sich auf den Weg dorthin gemacht. Seine Bilder berichten von einem Ort voll von der Abwesenheit seiner vormals über 50 000 Bewohner, der zunehmend zurückerobert wird von Fauna und Flora. Sie zeigen ein makabres Szenario, verursacht durch eine unglaubliche Kombination menschlichen Versagens.
| Vernissage: So 9.5., 11:30h
Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 9.5. 27.6. 2010 Täglich geöffnet von 10:00h 21:30h |
Herbert Joos studierte Flügelhorn, Trompete und Bass, und spielte auch auf dem Baritonhorn und dem Alphorn. Seit Mitte der 60er Jahre gehörte er verschiedenen Jazzformationen an und spielte auf internationalen Festivals. Außerdem leitete er sein eigenes Quartett und Orchester, machte mit seinem Solo-Album "The Philosophy of the Flügelhorn" auf sich aufmerksam. Die meiste Anerkennung erfuhr er während der 1980er als Mitglied des Vienna Art Orchestra. Sein warmer, kräftiger Sound und der romantisch-impressionistische Einfluss, kombiniert mit der Affinität freier Improvisationen sind seine besonderen Kennzeichen in der europäischen Jazzszene.
Als Grafiker arbeitet Herbert Joos auf der Grundlage von hart kontrastierten Fotografien. Einem breiten Publikum sind seine Musikerportraits (z.B. von Miles Davis) bekannt geworden, die häufig auch auf verschiedenen Titelblättern von Jazz-zeitschriften abgedruckt wurden und werden. Zudem ist der Musiker und Grafiker auch als erfolgreicher Buchillustrator tätig.
Augenfällig sind seine ineinander verschachtelten, meist skizzenhaft hin geworfenen Portraits der darzustellenden Personen aus Pop, Rock und Jazz, oder aus der Geistes- und Naturwissenschaft. Immer ist es der analytisch aufmerksame Blick des Künstlers Herbert Joos, der schließlich die dargestellte Prominenz aus der Historie zurück ins lebendige Bewusstsein des Betrachters holt. Beinahe hört man die Musik, die Songs, den Rhythmus der jeweilige Pop-Giants, erinnert sich an längst vergrabene Geschichte und Geschichten. Der unglaublich dynamische Zeichenstrich im spielerischen Wechsel zur gemalten Fläche und der bisweilen mutig gewählte Farbeinsatz schaffen Bilder, die erzählen können, weil sie etwas zu erzählen haben.
Ist es aktiv gespielte Jazzmusik oder sind es grafisch filigran gestaltete, meist großformatig angelegte Portrait-Puzzles, die den Grafiker Herbert Joos so vital erscheinen lassen? Vermutlich ist es die spürbar gewordene ge- und erlebte Spannung zwischen beiden Welten, die der Maler so überzeugend zu illustrieren weiss.
| Ausstellungseröffnung: 28.3.; 11:30
Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 28.3. 2.5.2010 Täglich geöffnet von 10:00h 21:30h |
Die Ausstellung „Nachts unter Bäumen“ zeigt eine Auswahl aus über 1000 Bildern, die innerhalb der letzten 3 Jahre auf nächtlichen Streifzügen im Höhenpark Killesberg entstanden sind. Die Langzeitbelichtungen offenbaren einen unbekannten Blick auf die Natur bei Nacht im Wechsel der Jahreszeiten. Ein komplexes Spiel von Licht, Schatten und Farbe. Die Fotografien sind ein Bekenntnis zur Erhabenheit der Natur und erzählen Geschichten vom Schicksal das Mensch und Natur miteinander teilen.
Matthias Schwelm, geb. 1978 in Berlin, ist Regiestudent der Filmakademie Baden-Württemberg und lebt in Stuttgart.
| Vernissage: So 14.2., 11:30h
Ausstellung in der Theaterhaus Galerie vom 14.2. 20.3. 2010 Täglich geöffnet von 10:00h 21:30h |
Klaudia Dietewich ist eine Spurensucherin. Sie fotografiert vor allem Straßenspuren, die anschließend bearbeitet und durch die Wahl des Ausschnitts und den Grad der Vergrößerung verändert werden. Durch die Reduktion und Transformation gewinnen ihre „Weg=Stücke“ eine neue Qualität der Abstraktion. Aus Spuren und Eindrücken, gesammelt 2007 auf
einer 7000 km langen Radreise von Lissabon nach Warschau, entstanden die gezeigten Fotoplastiken und Unikatdrucke. Die Werke thematisieren Wahrnehmung und Veränderung. Im Zentrum stehen dabei Zeichen menschlichen Handelns und die Frage, was bleibt, von uns und von der Welt, wie wir sie kennen. Im Fehlerhaften, im Geflickten zeigt sich das
eigentlich Schöne und so zieht Klaudia Dietewich eine Parallele vom allmählichen Verschwinden der eingefangenen Spuren zu unserer eigenen Existenz. Ihre Arbeiten sind Übergänge zwischen dem unbeachteten Alltäglichen hin zu aus ihrer Zufälligkeit herausgehobenen Ikonen, die beim Betrachter ein Gefühl von Vertrautheit auslösen. Fotoimpressionen auf dem
Weg durch 13 Länder laden zum Mitreisen ein.
Einführung: Stefanie Sauerhöfer, Kunsthistorikerin
| Ausstellung:
So 6.12. 11:30h bis 22.01.2010 Ausstellung täglich geöffnet von 10:00h 21:30h http://www.theaterhaus.com/theaterhaus//http://www.klaudiadietewich.de/ |
In Axel Teichmanns Acrylgemälden steht der moderne Mensch im Mittelpunkt.
Umgeben von technischen Geräten, grafischen oder virtuellen Elementen und rätselhaften Objekten, ringt er um Kontrolle über die von ihm selbst erschaffene Welt. In seinem Weiterkommen steuert der Mensch mit ganzer Kraft in eine bestimmte Richtung und muss dabei immer mehr Verantwortung abgeben.
Ein aufregender, aber riskanter BLINDFLUG.
Gekonnt hinterfragt Axel Teichmann die Rolle der Technik und des modernen Fortschritts; ein hochaktuelles und zugleich faszinierendes Thema, welches der Künstler aus unterschiedlichen Perspektiven erfasst und in neue Zusammenhänge bringt. Mit seinem Sinn für fein ausgearbeitete Figuren, ausgewählten Farb- und Formkompositionen verbinden Teichmanns Bildwelten handwerkliche Perfektion mit künstlerischer Virtuosität und Ästhetik.
Axel Teichmanns Gemälde und Zeichnungen überraschen, verwundern und erschüttern zugleich. Auch beim zweiten Blick bleibt ein Spannungsverhältnis zurück, das den Betrachter fasziniert und aufwühlt. Bildwelten, die beeindrucken und die Moderne Kunst bereichern.
Axel Teichmann
Der 1974 geborene Künstler studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, unter anderem bei Moritz Baumgartl und Niklaus Troxler. Im Jahr 2000 gewann der Künstler den Sonderpreis beim Bildwettbewerb der Gemeinde St. Moritz.
In letzter Zeit fanden große Solo-Shows in Galerien in Basel, Stuttgart und Bad Waldsee statt. Bilder Axel Teichmanns sind in prominenten Sammlungen in Deutschland und der Schweiz vertreten.
Einführung: Vera Schuck
Ausstellungseröffnung: So 4.10. € 11:30h So 4.10. So 29.11. 2009 € tägl. 10:00h bis 21:30h
Abbildung: GEBET 2009, 120 x 100 cm, Acryl/Leinwand
| Ausstellungseröffnung: So 4.10.; 11:30h
So 4.10. - So 29.11. 2009 tägl. 10:00h bis 21:30h |
Im Dezember 1801 bricht Johann Gottfried Seume zu seinem berühmten „Spaziergang nach Syrakus“ auf. Er reist über Prag, Wien, Venedig und Neapel nach Syrakus und wieder zurück nach Grimma über Rom, Zürich und Paris.
Jedoch reiste er nicht, wie damals üblich, mit der Postkutsche sondern zu Fuß. Neben Goethes „Italienischer Reise“ zählt Seumes Buch zu einem der wichtigsten Reiseberichte des 19. Jahrhunderts. 200 Jahre später dokumentiert Fridhelm Volk die Stationen dieser Reise in zeitlosen schwarz-weiß Fotografien: Bilder, wie sie Seume gesehen haben könnte...
„...Fern vom Tourismusprospekt gelangen Volk großformatige schwarz-weiß Aufnahmen, die durch klarsichtige Raumkomposition, fein gezeichnete Details, sattes Winterweiß und Graugradationen bestechen.“ FRANKFURTER ALLGEMEINE
„...Den Jahreszeiten des Buches entsprechend, hat Volk in kühl stilisierten schwarz-weiß Fotos die Landschaften und Städte, die Seume durchwanderte, regelrecht nachgedichtet: faszinierende Erinnerungsbilder aus einer Zeit jenseits von Vergangenheit und Gegenwart.“ DIE ZEIT
| Ausstellungseröffnung: 15.8. 18:30h
16.8. - 27.9.2009 tägl.: 10:00h 21:30h Eintritt frei! |
Ein fasst vergessenes Kulturgut
ZINKEN, grafisch-optische Bildzeichen, dienten als Hinweise an Mauern, Zäunen, Wegkreuzungen, Bäumen etc. und waren schnell entzifferbare Informationen für „Eingeweihte“. Die Bildsprache der Fahrenden, Vagabunden und Bettler. Eine kulturelle Errungenschaft der Armen, ein fast vergessenes Kulturgut. Meist handelte es sich um Zeit- oder Ortsmitteilungen, Richtungsangaben sowie Daten zu Reisewegen von Fahrenden, erkennbar an den „Kundenwappen“. Ein Geheimcode für „Kundige“, ein Kommunikationsmittel für verschlüsselte Botschaften, dass den „armen“ Leuten zum Überleben diente. Allgemeine und besondere Hinweise sowie Warnungen, nicht nur vor bissigen Hunden und lauernden Polizisten, auch Tipps, wo es was zu holen gab, wurden meist brüderlich-solidarisch weitergegeben. Obwohl die ZINKEN von zeichnerisch Ungeübten entwickelt wurden, beinhalten die differenzierten Symbole ein beachtliches kreatives Potential. Durch ihren hohen Grad an Abstraktion sind diese geometrischen „Gebrauchsbilder“ durchaus mit den im 20. Jahrhundert von Grafikdesignern entworfenen Piktogrammen vergleichbar.
Zur Eröffnung spricht Prof. Kurt Weidemann und Ute Kumpf
| Ausstellungseröffnung: Fr 29.5.; 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 29.5. - 26.7. tägl.: 10:00 - 21:30 Uhr |
Photos von Werner Lorke
erschienen in der edition esefeld & traub
Erst 1997 verschwand mit dem sogenannten „Glashäusle“ über einem der beiden Eingänge der letzte, nach außen noch sichtbare Rest des Marktplatzbunkers.
Nach der Nutzung als Tiefbunker (1941-1945) war in den Räumen von 1945 bis 1985 das „Hotel unter dem Marktplatz“ untergebracht.
Wiederentdeckt haben dieses unterirdische Bauwerk knapp 20 Jahre später der Architekt und Stadtplaner Jörg Esefeld aus Stuttgart, sowie der Physiker und Fotograf Werner Lorke aus Frankfurt am Main. Aus der Zusammenarbeit wurde ein ungewöhnliches interdisziplinäres Projekt:
Neben einer umfangreichen Fotodokumentation entstand die gemeinsame Publikation „BUNKERbiotop - im Bunkerhotel unter dem Marktplatz in Stuttgart“ (2006 in der Stuttgarter edition esefeld & traub erschienen).
Die im Theaterhaus gezeigte Ausstellung zeigt die Fundstücke dieser Expedition in die Unterwelt Stuttgarts.
Großformatigen Fotos von Werner Lorke beleuchten diesen skurrilen Ort im Herzen der Landeshauptstadt.
Die mit Tapeten und Leuchten aus den 1960-70er Jahren ausgestatteten, durchgehend fensterlosen Räume existieren noch heute.
Im Lauf der Jahre haben sich auf Wänden und Einrichtungsgegenständen wuchernde Schimmelpilzkolonien gebildet, durch die im Zusammenspiel mit den Schriftresten aus der Bunkernutzung sowie der Überlagerung mit den Tapeten- und Lampendekors eine vielschichtige Formenvielfalt entstanden ist.
Die historischen, architektonisch-städtebaulichen Zusammenhänge, die das Entstehen des BUNKERbiotops in Stuttgart ermöglichten, und deren mikrobiologischen Voraussetzungen werden anhand der ausliegenden Bände erläutert.
| Vernissage: 5.4. 11:00 Uhr
Ausstellung vom 6.4.09 - 24.5.09 Täglich geöffnet von 10.00 - 21.30 Uhr |
Die Malerin und Bildhauerin Luitgard Borlinghaus / geb. 1936, lebt und arbeitet in Angelbachtal im Kraichgau, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und München, ist Mitglied der Heidelberger Künstlergruppe 79, des Künstlerbunds Rhein-Neckar sowie des Bunds Bildender Künstler BBK Heidelberg. 1986 stellte die Künstlerin in Bangkok aus, 1987/88 im Grand Palais in Paris, 1989 waren ihre Linolschnitte in Tiflis, Georgien, zu sehen. Es folgten zahlreiche Ausstellungen: im Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, im Forum für Kunst Heidelberg, in Montpellier und bei der „IV. International Biennale of Drawing“ in Pilsen.
| Vernissage: 4.2. 18:30 Uhr
Ausstellung vom 4.2.09 - 31.3.09 Täglich geöffnet von 10.00 - 22.00 Uhr |
EIN GEFÜHL VON UNENDLICHKEIT
Zwei Kontinente ziehen am Abteil vorbei, eine endlose Folge von weiträumigen, meditativen Bildern. Die Bahnstrecke ordnet sie, Leitmotiv ist die privilegierte Perspektive des Zugfensters. Mitunter erinnern sie in ihrer Ästhetik an Edward Hopper. Fridhelm Volk hält flüchtige Stimmungen fest, erzählt en passant Geschichten aus der Mitte von nirgendwo, überschreitet die Grenzen von Zivilisation und Wüste. Gedämpfte Töne und sparsam-bunte Akzente prägen seine Fotos einer Reise von Europa nach Asien, bei der der Weg tatsächlich das Ziel ist.
FRIDHELM VOLK
Der Fotograf und Dozent, Gründungsmitglied des BFF (Bund Freischaffender Fotodesigner) arbeitet v.a. in den Bereichen Kultur, People, Reportagen, Reisen und Food. Er ist Mitglied des Verbandes Bildender Künstler und Künstlerinnen Baden-Württemberg (VBKW) und der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Zu seinen Ausstellungen zählen u.a. „Wege“, „Strandland“ und „Auf den Spuren von J. G. Seume“, wo er den Weg des sächsischen Fußreisenden nach Syrakus in zeitlos schönen Schwarzweißbildern nachzeichnete.
| Vernissage: Samstag 13. Dezember 18.00 Uhr
Ausstellung vom 13.12.08 - 31.1.09 Täglich geöffnet von 10.00 - 22.00 Uhr |
Einführung: Georg Wolpert, Musik: Cornelius Fück - Sitar
Spielend vermessen
wir Gesetze der Liebe
sammeln uns
flüchtig komm erklär mir
die Farben die Blicke den Tag
(Dô Chiwaré)
Die Farben ... ich heiß sie willkommen
Den Himmel öffnen ... mit Coelinblau
Das Motiv ... ein Vorwand
Unscharf und durchsichtig ... die Gegenstände.
Du
Ich will es so:
Das Gespräch der geschiedenen Dinge
| Eröffnung: So 26.10., 11:00h
Ausstellungsdauer: 23.10. - 7.12., täglich von 10:00h bis 21:30h im Foyer des Theaterhauses KONTAKT: ute.dreher@gmx.de |
Die Ausstellung bietet einen thematischen und bildnerischen Querschnitt durch Arbeiten aus 10 Jahren
Ihre Inhalte umkreisen vor allem, direkt oder verschlüsselt, weibliches Befinden und Empfinden. Dies lässt sich in den Werkgruppen der Ölbilder und Holzschnitte ablesen, welche die Künstlerin zusammengefasst präsentiert.
Am deutlichsten manifestiert sich das Frauenthema in der Gegenüberstellung von Frauen in der Burka und Frauen in aktueller, westlicher Kleidung. Der Entindividualisierung durch den Schleier steht gleichsam das uniformierende, modische Diktat gegenüber, dem freiwillig bis in die Haltung hinein stattgegeben wird. Beide Gruppen betrachten einander und scheitern wohl in ihrem gegenseitigen Verständnis, da sie die unterschiedlichen Codes nicht zu entschlüsseln vermögen.
Aktzeichnungen, Portraits und Landschaftsbilder flankieren diesen kurz skizzierten Schwerpunkt des inhaltlichen Spektrums. Formal ist die Bildsprache von Silvia Menzel stark durch die Techniken bestimmt, die sie für sich favorisiert, die Ölmalerei und den Holzschnitt. Ihre Pinselschrift wechselt zwischen lasierender Nuancierung in vielen transparenten Schichten und zupackendem pastosem Strich, die Konturen kräftig betonend, große Fläche strukturierend. Es entstehen realistische, teilweise leicht expressiv betonte Abbilder ihrer Wirklichkeit, in malerisch reicher Farbigkeit. Die Expressivität nimmt bei den Holzschnitten zu, das Medium legt ja die pointierende Abstraktion nahe und Silvia Menzel setzt sie zusammen mit einer großen Lust am Dekorativ-Ornamentalen souverän ein. Der große, sensible Farbreichtum der Holzschnitte besticht zudem besonders, er resultiert aus dem sehr individuellen Verfahren, das Silvia Menzel für sich entwickelt hat, auf ganz experimentellem Wege. Als Druckträger verwendet sie Leinwand und Seide, bzw. Seide, auf Leinwand geklebt. Die Leinwand- und/oder Seidenoberfläche bedingt überraschende Mischungen und Übergänge, alles zusammen vereint sich zu einem besonderen visuellen Genuss.
| Eröffnung: So 7.9., 18:00h
Ausstellungsdauer: 7.9. - 18.10., täglich von 10:00h bis 21:30h im Foyer des Theaterhauses |
Weltstädte sind verdichtete Lebensräume. Neben Banalitäten stehen soziale Bühnen und Sprungschanzen, liegen architektonische Repräsentier- und Experimentierfelder. Sie beherbergen die Schätze von Generationen und die Archive der Vergangenheit. Und sie sind Orte für Projektionen und Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Selten wird dies dem europäisch geprägten Auge so deutlich, wie in den beiden Metropolen Moskau und New York. Die farbigen und schwarz-weißen Bilder der Ausstellung - über einen Zeitabschnitt von fast 50 Jahren von vier verschiedenen Fotografen aufgenommen – halten Eindrücke aus den beiden Antagonisten der politischen Zeitläufe bereit. Die Mischung aus Architektur -, Street- und Dokumentationsfotografie zeigt Orte und Szenen, deren historische Gemeinsamkeiten oft unerwartet und deren noch vorhandene Gegensätze vielfach auf dem Wege der Auflösung sind.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten der Fotografen
Dieter Oppermann, New York 1959 – 1960
Jörg Esefeld, Moskau 1986 – 1988
Werner Lorke, New York 1984 – 2001
Sascha Neroslavsky, Moskau 2000 – 2006
| Vernissage: Do 26.6., 19:00h
Ausstellungsdauer: 27.6. 31.8.2008 im Foyer des Theaterhauses Täglich: 10:00h bis 21:30h |
Elke Stolzenberg arbeitet in jungen Jahren 7 Jahre freiberuflich als Fotografin in San Francisco, New York und New Orleans in den Bereichen Mode, Sport, Architektur, Tanz und Theater. Vorübergehend nimmt sie ein festes Engagement bei der Zeitschrift „San Francisco Examiner-Pictorial Living“ an.
Ein eigenes Fotostudio in San Francisco gehört ebenso zu ihren USA-Jahren, wie der Flamenco-Unterricht bei Ciro und Rosa Montoya. Folgerichtig übersiedelt sie nach Spanien, arbeitet dort ebenfalls als Fotografin und lernt weiter Flamenco-Tanz bei Maria Magdalena, Estrella Morena und José Granero. Sie wird Tänzerin (Flamenco und klassischer spanischer Tanz). Es folgen Auftritte als Solistin und eigener Gruppe in Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Venezuela, usw. Sie erhält zahlreiche Preise als Tänzerin, wirkt in Filmen und TV-Produktionen mit und publiziert
4 Bücher über den Flamenco.
Die Fotografie bleibt ihre Passion, zahlreiche internationale Preise sind der Lohn. Fotoausstellungen beim Goethe-Institut, Madrid; dem University Art Museum Albuquerque, New Mexico; Teatro Rivoli Oporto, Portugal; dem Cowell Theatre, San Francisco; beim Gruner und Jahr Verlag, Hamburg; usw. folgen.
Elke Stolzenberg lebt abwechslungsweise in Spanien und im schwäbischen Schorndorf.
| Vernissage So 4.5., 17:00h |
Der Fotograf Jörg Becker begleitet das Theaterhaus seit vielen Jahren.
Tausende von Fotos aus der Zeit des ersten Theaterhauses in Stgt.-Wangen müssen noch gesichtet werden, da war die Arbeit an den ersten 5 Jahren im neuen Haus fast schon ein Bummel durch die Zeit vom 29. März 2003 bis heute.
Dieses Flanieren durch die Zeit ist auch die dramaturgische Konzeption dieser Ausstellung. Es werden Gesichter, Geschichten, Situationen zu sehen sein, die bei jedem unserer Besucherinnen, bzw. Besucher Erinnerungen
wachrufen: Glückliche und Nachdenkliche, Gute und Schlechte, was auch mal vorkommen kann.
Wir danken dem Vorsitzenden des Theaterhaus-Fördervereins, Heinz Frank, für seine großzügige finanzielle Unterstützung, diese Ausstellung zu realisieren.
| Vernissage: Karfreitag 21.3.08, 17:00 Uhr |
Silke Schwab und Yvonne Dieterle präsentieren eine kompakte Auswahl von Arbeiten aus den Jahren 2006/7 sowie aktuellen Arbeiten von 2008. Photographie als gemeinsames Bindeglied aber auch Zeichnung, Druckgrafik und Photoobjekt sind zu sehen. Sie beziehen unter den Schwerpunktthemen Wahrnehmung und Beobachtung, Innen und Außen, Ort der Kontemplation und Bewegung ihre individuellen photographischen Positionen. Mit diesen begeben sie sich auf die Reise, und forschen auf unbekannten Wegen zum einen in Südamerika zum anderen in Südkorea. Die photographischen Erfahrungen dieser beiden so verschiedenen >> roadtrips << werden in dieser gemeinsamen Ausstellung sichtbar.
Austellungseröffnung: 10. Februar., 17:00
Austellungsdauer: 10.2. - 16.3.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Plakate die in der Klasse Professor Niklaus Troxler an der Staatlichen Akademie der Bilden Künste Stuttgart im Fachbereich Kommunikations-Design entstanden sind. In der Fachklasse Niklaus Troxler studieren Studenten vom fünften bis zwölften Semester gemeinsam mit dem Schwerpunkt Plakatgestaltung und Illustration.
Viele der ausgestellten Plakate erhielten nationale und internationale Auszeichnungen bei renommierten Wettbewerben. So erhielten in den letzten sieben Jahren fünfundvierzig Arbeiten eine Auszeichnung beim jährlichen Wettbewerb „100 Beste Plakate“. In der Ausstellung werden ca. 200 Plakate von allen Studenten aus der bisherigen Lehrzeit von Professor Niklaus Troxler zu sehen sein.
Der Katalog zur Ausstellung ist an der Kasse des Theaterhauses erhältlich.
| Eröffnung: Sonntag, 2.Dezember, 17 Uhr
Laufzeit: 3.12.2007 - 30.01.2008 |
Die Kunst von psychisch Kranken hat sich bereits vor Jahrzehnten einen festen Platz in der Kunstwelt und -geschichte erobert. Dass aber auch Menschen mit Demenz in der Lage sind, über künstlerisches Tun neue Ausdruckmöglichkeiten zu entwickeln und eindrucksvolle Kunstwerke zu schaffen, war bisher wenig bekannt. In der Ausstellung demenz art kann man sich nun genau davon überzeugen. In ihr sind Arbeiten demenziell veränderter Menschen aus ganz Deutschland und aus Italien zu sehen.
Dem Initiator, der Werkstatt Demenz e.V., ging es dabei nicht um "Produkte" aus klassischer Beschäftigungstherapie. Alle Arbeiten sind vielmehr als Ergebnis eines freien künstlerischen Prozesses entstanden. Dies macht ihre spezielle Wirkung auf den Betrachter und ihre hohe Qualität aus.
In der demenz art kommen Grafik, Malerei, Plastik und Objekte zur Ausstellung. Die Arbeiten der Menschen mit Demenz, die zuvor nie etwas mit bildender Kunst zu tun hatten, demonstrieren die ganz spezifische Ausdrucksqualität ihrer Schöpfer und verblüffen nicht selten durch eine Analogie zu den Werken anderer zeitgenössischer Kunst.
Die demenz art wurde erstmalig im Jahr 2006 in Berlin gezeigt. In Stuttgart wird sie gemeinsam von der Werkstatt Demenz e.V., der Demenz Support Stuttgart GmbH und dem Büro für emotionales Marketing präsentiert.
Zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen.
| 3.10.27.11.07 |
Momentaufnahmen aus den Jahren 1999 – 2007
Sich so gut es geht der kapitalistischen Verwertungslogik entziehen. Lieber im Bauwagen leben, als die Lebensfreude einem Bausparvertrag zu opfern. Lieber an Bier und Zigaretten zugrunde gehen, als botox-erstarrt und fitnessgestählt den lachhaften Versuch zu unternehmen, der Müllhalde Senioren-Stift zu entkommen. Eine chronische Schuppenflechte auf der sterilen Haut der Wohn- und Einkaufswaben. Seit fünfundzwanzig Jahren totgesagt, aber noch immer quicklebendig. Punkrock eben.Rebellion und Attitüde – laut und räudig, lustbetont und gewaltbereit. Ausnahmsweise einmal nicht dokumentiert aus der Perspektive des Zoobesuchers sondern aus der des Rudels selbst.
Die Nächte unter Brücken oder in besetzten Häusern, der Stress mit der Staatsgewalt, die Trinkgelage, die Konzerte, das frühe Sterben von Freunden – wer das wie Lucja Romanowska beinahe ein Jahrzehnt lang aus nächster Nähe miterlebt hat, könnte leicht der Versuchung erliegen, jedwede Distanz zu verlieren. Dass dies nie geschieht, dass sie im Gegenteil selbst in der vermeintlich vertrauten Umgebung noch Anzeichen einer alles durchdringenden Entfremdung ausmacht, das ist die Stärke dieser Fotografie.
| Eröffnung: 5.8., 17:00 Uhr
5.823.9.07 |
Simone Eckert, geb. 1978, studiert seit 2002 Freie Kunst an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, u. a. bei Prof. Hewel und Prof. Jankowski.
Inszenierte Fotografie ist gekoppelt mit dokumentarischer Fotografie, in der Räume festgehalten werden, die schon kurze Zeit später nicht mehr da sind. Die schwarzweiss Fotografien reduzieren erzählerische Abläufe auf einzelne Bilder, die Momente der Ambivalenz hervorrufen, und einen Einblick sowohl in den privaten wie auch den öfffentlichen Raum gewähren. Die Zeit steht nicht still. Zeit, Veränderung und Abschied sind präsent in den Fotografien dieser Abrissgebäude.
Einen Kontrast bilden die farbigen, grellen Vergrößerungen verschiedener Süßigkeiten, vom Supermarkt um die Ecke bis nach Indien, China und in die USA, sie hinterlassen auch ohne gegessen zu werden ein positives Gefühl. Simone Eckert beleuchtet hier zwar den Alltag von seiner süßesten Seite, aber sie zeigt uns zugleich auch Dinge, die wir noch nie bewußt gesehen haben, wie z.B. Fruchtgummisoldaten, in Lollis eingegossene Käfer oder indische Sweeties, die wie serielle Kunstwerke aussehen. Erstaunlich wie diese kleinen Leckereien vergrößert und in den Fokus unserer visuellen Aufmerksamkeit gerückt, plötzlich ein Eigen-Leben offenbaren.
| Eröffnung: So. 10. Juni 07 17.00 Uhr
Einführung: Prof. Dr. Tilman Osterwold Musik: Aki Friedrich (Saxophon) Ausstellung: 10. Juni 28. Juli 2007, täglich 10 21.30 Uhr Kontakt: SimoneE@gmx.de |
Wolfgang Ehehalt, geb. 1939, studierte von 1968-1973 an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart und ist seither als freischaffender Künstler tätig. Er gilt als Verwandlungskünstler; von seinem Markenzeichen, die Fliege, über die Verwendung von Fundsachen und Abfällen bis hin zu Brechtsche Zeilen - so gut wie nichts ist vor Ehehalts Experimentierfreude sicher. Er setzt sich in seinen Arbeiten stets kritisch und mit einem kräftigen Schuss Ironie, mit seinen Mitmenschen, der Gesellschaft sowie dem Essen und Trinken auseinander.
Der bekannte Literatur- und Medienwissenschaftler, Autor und Künstler Reinhard Döhl sagte über Ehehalts Gesamtwerk, dass dies ein Werk sei, „dem Avantgarde stets Wurscht war, ein Werk, das sich den Luxus einer kontinuierlichen Entwicklung geleistet hat.“
| Ausstellungseröffnung So 15.4., 17.30h
Ausstellungsdauer So 15.4. - Do 31.5.07 |
In den vergangenen Jahren reiste Martin Doerry quer durch Europa und Amerika, um mit Menschen zu sprechen, die der Vernichtung durch die Nationalsozialisten knapp entkommen sind. Sie gehören zu den letzten Repräsentanten einer untergegangenen Welt des europäischen Judentums, und sie legen hier eindrucksvoll Zeugnis ab über ihre Geschichte, ihren Kampf ums Überleben und darüber, was es für sie bedeutet, Jude zu sein. Die SPIEGEL - Fotografin Monika Zucht begleitet die Texte mit ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Porträts.
Martin Doerry, geboren 1955, ist promovierter Historiker und studierte in Tübingen und Zürich. Seit 1998 ist er Stellvertretender Chefredakteure des SPIEGEL. Monika Zucht, geboren 1945, war von 1969 bis 2006 Fotografin für Titelbilder und Reportagen im SPIEGEL – Verlag Eine Ausstellung der Deutschen Verlags-Anstalt und des SPIEGEL-Verlag
| Eintritt: Eintritt frei!
Ausstellung: 26.2.07 24.3.07 täglich von 10.00h bis 21.30h geöffnet |