Sebastian Schwab - Sebastian S. macht sich ein Bild

Kann man heutzutage noch leben, wenn man kein Handy hat? Ja, man kann. – Oder besser: Sebastian S. kann es! Bis seine große Liebe einfach aus seinem Leben verschwindet. Eigentlich wollten sich die beiden noch mal treffen, aber dazu ist es nicht mehr gekommen. Er beschliesst, der Ex-Freundin eine Videonachricht mit einem Song zu schicken. Dabei beginnt sich sein Gedankenkarussell zu drehen und alles und noch mehr fällt ihm wieder ein – ein erstes Mixed Tape, eine nächtliche Autofahrt nach Paris, ein verpasstes Sylvester in Liverpool, eine Jugendfreundin aus dem Allgäu ...

«Sebastian S. macht sich ein Bild» handelt von den kleinen und grossen Dingen im Leben, die meist anders laufen, als man es sich vorgestellt hat. Die Inszenierung spielt mit der Nähe zum wirklichen Leben und lässt offen, ob die Geschichten erfunden oder wahr sind. Der Schauspieler Sebastian Schwab und die Regisseurin Seraina Sievi kreieren die Atmosphäre eines Singer-Songwriter-Abends, lassen es aber nicht darauf beruhen – das bisschen Gesang mit Klavierbegleitung ist dem Mann auf der Bühne nicht genug, er will mehr und lässt sich was einfallen, um die grosse Liebe zu überraschen.

 

Sebastian Schwab, geboren 1977 in Frankfurt am Main, absolvierte von 1999 bis 2003 sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Sein erstes Engagement führte ihn ans Kieler Schauspielhaus. Anschliessend war er von 2005 bis 2011 Ensemblemitglied des Staatstheaters Stuttgart, an dem er in vielen Ensemblestücken spielte sowie drei Solo-Abende entwickelte: «Humankapital», «Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot» und «Sebastian S. macht sich ein Bild». Seit Sommer 2011 ist er freischaffend tätig.

Seraina Maria Sievi wurde 1981 in Chur geboren. Seit 1999 arbeitete sie in zahlreichen Produktionen als Regisseurin und Theaterautorin. Sie studierte Theaterregie an der HMT Zürich. 2005 erhielt sie für ihre Inszenierung «Sterntagebücher – Die siebente Reise« von Stanislaw Lem den ersten Preis des Körber Studios Junge Regie am Thalia Theater Hamburg. 2006 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kantons Graubünden, 2008 die gleichwertige Auszeichnung der Stadt Chur. Sie inszenierte u.a. am Staatstheater Stuttgart, am Theater Kanton Zürich und am Theater Chur. Im Frühling 2011 war ihre Inszenierung «Alice» nach Lewis Carroll am Theater Winkelwiese zu sehen.