Trionfante Musica 1
25. Internationale Theaterhaus Jazztage 2011

BEBELAAR//FONDA//JOOS

2005 lernten sich Patrick Bebelaar und Joe Fonda beim New Yorker Tap Festival kennen. Obwohl sie immer den Kontakt aufrechterhielten, ergab sich erst 4 Jahre später erneut die Möglichkeit wieder miteinander zu musizieren. Im März 2009 trafen sich die beiden Musiker in New York um gemeinsame Konzerte zu geben. Bereits zwei Monate später entstand mit dem Fagottisten Mike Rabinowitz die CD „The Four ´O Clock Session“. Die Fachzeitschrift Audio schreibt über diese CD: „Es war wie in den 1960ern. Nur besser!“ Seit 2010 gibt es auch die europäische Variante des Trios, nämlich mit Herbert Joos. Patrick Bebelaar zählt zu Deutschlands renommiertesten Pianisten. Der US-amerikanische Komponist und Multi-Instrumentalist Anthony Braxton bescheinigt Joe Fonda wahre Virtuosität und bezeichnet ihn als Komponist höchsten Ranges. Sein warmer, kräftiger Sound und der romantisch-impressionistische Einfluss, kombiniert mit der Affinität freier Improvisation sind die besonderen Kennzeichen von Herbert Joos in der europäischen Jazzlandschaft.

Patrick Bebelaar (p) Joe Fonda (b) Herbert Joos (tp)

BABY SOMMER QUARTETTO TRIONFALE

Vor fast 30 Jahren gab es dieses Quartett im legendären Umfeld der Jazzwerkstatt Peitz in der ehemaligen DDR. Fast 30 Jahre Jazzentwicklung und individuelle Musizierpraxis liegen hinter den Musikern dieses Quartetts. Günter Baby Sommer hat es nun mit Phillips, Trovesi und Schoof neu formiert und wird Sie damit beim Jubiläumsfestival im Theaterhaus begeistern.

Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Gianluigi Trovesi zählt zu den bekanntesten italienischen Jazzmusikern der Gegenwart. Er steht mit seiner Musik für einen folkloristisch eingefärbten, europäischen Jazz, der sich auf das klassische Erbe ebenso bezieht wie auf die vielfältige europäische Volksmusik. Manfred Schoof  gilt laut dem Jazzkolumnisten Hans Kumpf als „der große Romantiker unter den in Deutschland wirkenden Jazz-Avantgardisten“. Das Bassspiel des US-Amerikaners Barre Phillips ist einerseits einer freien Tonalität verpflichtet, gründet aber weiterhin in einer tiefen Melodiösität.

Günter Baby Sommer (dr, perc) Barre Phillips (b) Manfred Schoof (tp) Gianluigi Trovesi (bcl)

 

Klavierduo IIRO RANTALA//JASPER VAN‘T HOF
Uraufführung

Bei diesem Duo geht es um ein überdeutliches Beispiel dafür, daß in der Kulturentwicklung Jazz als einzige Ausdrucksmöglichkeit wirklich neue Wege kreieren kann. Zwei europäische Pianisten mit unterschiedlichem kulturellen Erbe gehen neue Wege in ihrer künstlerischen Entwicklung, die sie im Jazz gesucht und gefunden haben. Diese Mischung hätte nicht besser sein können. Der Pianist Iiro Rantala aus Finnland löste mit Trio Töykeät weltweit wahre Begeisterungsstürme aus. Nun wird ihm auch zu seinem Soloprojekt von der Fachpresse packende Virtuosität, sprühender Humor und hervorragende Technik  bescheinigt. (Jazzthing) Der Niederländer Jasper van‘t Hof setzte nicht nur in der Jazz-Rock-Szene der 70er Jahre starke Akzente (Pork Pie), sondern verbindete ab 1984 mit seinem Projekt Pili Pili europäischen Jazz mit afrikanischer Musik und tanzbaren Grooves. Van‘t Hof arbeitet seit Jahrzehnten mit sehr vielen unterschiedlichen Musikern, wie z.B. George Gruntz, Angélique Kidjo, Jean-Luc Ponty und Wolfgang Dauner, um nur einige wenige zu nennen.

Bei dem gemeinsamen Konzert anlässlich der Theaterhaus Jazztage geht es nicht allein um die Beherrschung ihrer Instrumente, vielmehr wollen die Musiker das Publikum in ihre kreativen Welten entführen.

Jasper van‘t Hof (p) Iiro Rantala (p)