Cargo-Theater: Das finstere Tal
Stuttgarter Tanz- und Theaterpreis 2013

Ein Berg-Western
Nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Willmann


Greider erreicht auf seinem Maultier das abgelegene Hochtal, mit dem ihn ein dunkles Geheimnis verbindet. Er will Quartier nehmen, doch die Bewohner begegnen dem Fremden mit Ablehnung. Misstrauisch beäugt, wird er bei der Gader-Witwe und ihrer Tochter Lucie untergebracht. Abrupt wird das harte und freudlose Leben der Dörfler unterbrochen, als kurz nacheinander zwei Söhne des Brennerbauern ums Leben kommen....
Im Stile des „Grand Guignol“ wird diese, in der archaischen Bergwelt spielende Geschichte, um Macht und Unterdrückung, Liebe und Verrat, auf die Bühne gebracht. Angesiedelt zwischen Western und Heimatroman endet das Stück in einem nerven-zerreißenden Finale.
 
Die Badische Zeitung schrieb zur Premiere: „...und so entrollt die Erzählerin wie in einer Moritat Episode für Episode einer gar schauerlichen Geschichte, während die Spieler das ganze mit viel Finesse in dunkle und in bunte Bilder gießen und dabei in rasenden Rollenwechseln mal Dorfdepp, Greisin, Pfarrer oder hochträchtige Kuh geben. Aufs Orginellste agiert man dabei auf unterschiedlichen Spieleben....schafft immerneue Perspektiven und Stimmungen mittels einfachster Requisite, Musik und selbstproduzierten Geräuschen....ein herrlich schräger Mummenschanz, dabei expressiv wie einer dieser grobkörnigen Stummfilme und strotzend vor Spielwitz und Überraschungen. Vor allem schwingt diese Geschichte bei allem Klamauk noch lange zeitlos-nachtschwarz in einem nach...“ (Marion Klötzer am 16.11.2011)

Es spielen:  Margit Wierer, Helga Fehrenbach
                    Carla Wierer, Ralf Reichard und
                    Stefan Wiemers

Regie:          Matthias Grupp
Bühne:         Susanne Burger
Musik:          Florian Grupp
Fotos:          Klaus Fehrenbach
Grafik:         Sabine Wiemers

 

Preis der Jury bei den Heidelberger Theatertagen

Das Stück wurde gefördert von der Stadt Freiburg, dem Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg aus Mitteln des Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kunst,
der Sparkasse Freiburg und der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg.