Bebelaar/ Joos/ Lenz
Ack van Rooyen/Paul Heller Quintet
Iiro Rantala/ Miroslav Vitous/ Wolfgang Haffner
27. Internationale Theaterhaus Jazztage

• Patrick Bebelaar (p) Herbert Joos (tp) Günter Lenz (b)
„Die Meister sind sich einig“, so titelte die Rheinpfalz nach einem Konzert dieser Besetzung, die sich konsequent in den Gewässern des europäischen Jazz bewegt, in großen Bögen improvisiert und sich den Kompositionen von Patrick Bebelaar widmet. Künstlerisch kultivierte Anarchie könnte man das Konzept dieser drei Musiker nennen. Ihre Musik vereint sie zu einem Kollektiv, bei dem mal der eine, mal der andere die Führung übernimmt, um sie dann wieder an den nächsten weiterzugeben. Hemmungslos leben sie den Kampf mit und gegeneinander, fesseln das Publikum und erlauben niemanden sich dieser Fesseln zu entledigen, bis ihr musikalisches Zwiegespräch zu einem befreiendem Ergebnis geführt hat. Dabei dienen die Kompositionen Bebelaars mal als feste Vorgabe, mal als Improvisationsanweisung mit offenem Ausgang.
Patrick BEBELAAR (p) Herbert JOOS (tp) Günter LENZ (b)

• Ack van Rooyen/Paul Heller Quintet
Leider muss Peter Tiehus krankheitsbedint absagen!
Auch wenn zwischen dem Holz- und dem Blechbläser rund vier Jahrzehnte liegen, so überwiegen dennoch die Gemeinsamkeiten: der klischeefreie und von Leichtigkeit gelenkte Umgang mit ihrem Instrument und die prägenden Erfahrungen in großen Jazzorchestern. Da ist zum einen Ack van Rooyen, geboren am Neujahrstag 1930 in Den Haag. Sein Bruder Jerry, selbst Musiker, sagte immer über ihn: „The Flügelhorn seems to have been created for him“. Ack verfügt über eine ebenso langjährige wie breitgefächerte Erfahrung als Live-Instrumentalist und Studiomusiker. In Deutschland gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Big Band des Senders Freies Berlin und vom United Jazz + Rock Ensemble. Er tourte mit dem Bert Kaempfert Orchester und spielte Platten als dessen Solist ein. Zum anderen ist da Paul Heller, der schon lange zur Spitze der europäischen Tenorsaxophonisten zählt. Als ein Hauptsolist der Grammy-ausgezeichneten WDR Big Band ist und war er an vielen Produktionen internationaler Künstler, wie Joe Zawinul, Fay Claassen, Maceo Parker, John Scofield u.a. beteiligt.
Ack van ROOYEN (flh) Paul HELLER (sax) Hubert NUSS (p, keyb) Peter TIEHUIS (g) Ingmar HELLER (b) Bruno CASTELLUCCI (dr)


• Iiro Rantala (p) Miroslav Vitous (b) Wolfgang Haffner (dr)
Mit diesem Trio kehrt Iiro Rantala zur klassischen Piano-Besetzung mit Bass und Schlagzeug zurück. Hier kann man sich an einer energetischen und kreativen Parforce-Leistung erfreuen. Der New Yorker Pianist und Arrangeur Gil Goldstein beschreibt Iiro Rantala als „eine pianistische Sensation und der stärkste Grund, an Reinkarnation zu glauben: Weil seine Technik wie sein musikalischer Sensus aus Tiefen spricht, die unmöglich in einem Leben alleine ergründet sein können.“ Miroslav Vitouš spielt seit seinem 14. Lebensjahr Bass. Er genoss eine klassische Kontrabass-Ausbildung am Prager Konservatorium. Vitouš virtuoses Jazz-Bass-Spiel veranlasst Kritiker, ihn in eine Liga mit Scott LaFaro, Dave Holland, und Christian McBride einzureihen. Er ist Gründungsmitglied von Weather Report der künstlerisch bedeutendsten und erfolgreichsten Jazz- und Fusionband der 1970er und 1980er Jahre. Ab 1984 leitete er die Jazz-Abteilung des New England Conservatory in Boston. Wolfgang Haffner ist im Bereich Jazz und vor allem Funk als Schlagzeuger tätig, spielte bei Aufnahmen von Nils Landgren mit, 2000 ging er zusammen mit Albert Mangelsdorff, Klaus Doldinger, Manfred Schoof, Wolfgang Dauner und Eberhard Weber als Old Friends auf Tour, seit 2011 ist er mit Till Brönner unterwegs.
Iiro RANTALA (p) Miroslav VITOUS (b) Wolfgang HAFFNER (dr)