Auch Deutsche unter den Opfern

Will wirklich niemand etwas gewusst, niemand etwas gesehen haben, niemand etwas geahnt haben?

Elf Jahre lang zieht eine rechte Terrorgruppe mordend durchs Land. Elf Jahre wurde von Seiten der Ermittler verbreitet, dass die Morde mit Drogendelikten, Geldwäsche und Menschenhandel der türkischen Mafia zusammen hängen. Schließlich wird im November 2011 nach dem Tod der Hauptverantwortlichen der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) aufgedeckt und es ergibt sich ein erschreckendes Bild davon, wie viel über den NSU bereits vorher bekannt war.

Auf dem rechten Auge blind - diese Tradition der deutschen Behörden von Polizei und Justiz nimmt Tuğsal Moğul in seinem Stück zum Anlass, Aufklärung darüber herzustellen. „Auch Deutsche unter den Opfern“ beleuchtet die Geschehnisse und stellt Fragen. Hätten die Behörden anders reagiert, wenn die Opfer deutsche Mitbürger gewesen wären? Was war die Rolle des Staates in dieser Mordserie? Wo bleibt das Aufarbeiten des Klüngels zwischen Verfassungsschutz, V-Männern, NPD und NSU??
 
Regisseurin Janet Stornowski interessieren die Hintergründe dieser Geschichte, die nicht nur menschliche, sondern auch politische Abgründe offenbart.

„Ein eindrücklicher, auch lehrreicher Theaterabend, spannend wie ein Krimi, erschütternd wie eine antike Tragödie.“ – Stuttgarter Zeitung

„Nach wie vor von beunruhigender Aktualität.“ – Stuttgarter Nachrichten

Von Tuğsal Moğul

Es spielen: Katja Schmidt-Oehm, Ema Staicut, Aron Keleta und Yavuz Köroglu
Regie: Janet Stornowski // Bühnenbild und Kostüme: Gudrun Schretzmeier // Dramaturgie: Thomas Richhardt // Regieassistenz: Brigitte Luik // Kostümassistenz: Christine Lange // Bühnenbildassistenz: David Fitzgerald // Bühnenbau: Marc Dobmaier, Max Hochreiter // Requisite: Beate Mergel // Technik: Martin Hartnagel, Gunnar Hälsig, Jens Fischinger

Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag