ECLAT Konzert 5: Kammerkonzert

How to Talk to Clouds
Musiktheater (2017) UA

Komposition: Laurent Durupt
Bühnenbild: Fabian Offert
Choreographie: Jan Rohwedder
Performance: Stine Hertel, Anna Schewelew, Camilla Vetters
Kostüm: Caroline Creutzburg / Produktionsleitung: Carina Graf
Emma Landarrabilco, Flöte / Vianney Desplantes, Posaune /
Stanislas Delannoy und Vincent Martin, Schlagzeug / Trami Nguyen, Klavier

ANTHROPOSCENE beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der aktiven Gestaltung des Planeten im Zeitalter des Anthropozäns. Es untersucht mithilfe von Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz das Potenzial von künstlerischen Strategien innerhalb eines bisher vorwiegend wissenschaftlich geführten Diskurses. „Historisch gesehen ist das Theater das Medium des Sozialen — die Natur erscheint in ihm lediglich als auswechselbare Kulisse. Im Zeitalter des Anthropozäns, in dem die wichtigsten sozialen Fragen Umweltfragen sind, müssen wir diese Ausschließlichkeit überdenken, wenn das Theater gesellschaftlich relevant bleiben will.“ Die drei Autoren erklären das Theater zum Labor, das jedoch, anders als Buckminster Fullers Raumschiff Erde, über zahlreiche Notausgänge verfügt. Die Rahmenbedingungen der in diesem Labor stattfindenden Experimente teilt das Theater jedoch mit dem Gesamtplaneten im Anthropozän ein geschlossener Raum voller Menschen, eine begrenzte Zeitspanne, ein ungewisser Ausgang.
Zeynep Gedizlioğlu: Neues Werk
für zwei Klaviere und Streichquartett UA
Rebecca Saunders: Neues Werk
für Streichquartett (2017) DE
Tomoko Fukui: Synchronous *
für zwei Klaviere (2016) UA
Joanna Bailie: Radio-Kaleidoscope
für Streichquartett mit Video (2017) DE
Mauro Lanza: The 1987 Max Headroom Broadcast Incident
für Streichquartett und Elektronik (2017) DE
Helmut Lachenmann: Marche fatale (Erstaufführung der Fassung für Klavier)
für Klavier solo (2016) DE

Klavierduo Yukiko Sugawara und Tomoko Hemmi
Quatuor Diotima

Die klangliche Konfrontation und Verschmelzung zweier unterschiedlicher, in sich homogener Klangapparate spielt bei ECLAT immer wieder eine Rolle. Drei Preziosen autonomer Musik erklingen im ersten Teil des Abends, der mit der künstlerischen Begegnung der beiden Ensembles eröffnet. Danach sind beide „im Original“ zu erleben, bevor im zweiten Teil das Streichquartett sich allmählich erweitert: zunächst durch eine abstrakte Videokomposition von Joanna Bailie, dann durch Mauro Lanzas elektronische Präparation der Streichinstrumente mit einer Referenz an die digitale Gründerzeit – eine Hommage an obsolete und überholte Technologien und an die dunkle Zukunft, die die „Cyberpunk“-Science Fiction der 80er Jahre vorhersagte.

Den Schlusspunkt als ideale Überleitung zum Musiktheater des Abends setzt Helmut Lachenmann ebenfalls mit einem Rückgriff „auf jene Floskeln, an welche die moderne Zivilisation in ihrer täglichen ‚Gebrauchsmusik´ nach wie vor sich klammert“.

Weitere Informationen
Konzert

Veranstalter: Musik der Jahrhunderte

 

Termine und Kartenbestellung
Fr 02.02.18 19:00  T1 
VVK: 18,- / erm.: 12,-
inkl. Geb.
Telefonische Auskunft und Reservierung unter
(0711) 40 20 7-20 /-21 /-22 /-23
täglich von 10:00 – 21:30 Uhr
Informationen zu Reservierung und Preise

 

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