Klaus Paier - Asja Valcic (A)
Kühn - Khalil - Cagwin (D)

Paier - Valcic
Beide sind sie arrivierte Musiker mit internationalen Karrieren. Beide haben sie mit den Großen der Welt musiziert, beide beschreiten sie mit Erfolg neue Wege. Zusammen haben Asja Valcic und Klaus Paier jetzt eine kleine Sensation aufgenommen: 13 Stücke für Akkordeon/Bandoneon und Cello. Der Grundstein für dieses Duo wurde bereits vor ein paar Jahren gelegt: der gefeierte Akkordeonist, Bandoneonspieler und Komponist Klaus Paier setzte solo, im Duo mit Gerald Preinfalk, mit seinem Trio und in Zusammenarbeit mit dem Radio.string.quartet.vienna Maßstäbe. Letzterem Ensemble gehört die aus Kroatien stammenden Asja Valcic an. Sie trat unter namhaften Dirigenten als Solistin auf, musizierte mit renommierten Zeitgenossen und spielte mehrere Kammermusik-CDs ein, bevor sie sich dem Jazz zuwandte. Gemeinsam erschaffen Paier und Valcic einen musikalischen Kosmos voller perkussiver Elektrizität, verinnerlichter Leidenschaft und selbstbewusstem Purismus, der auch Raum gibt für Improvisation. Die kontrastierenden Kompositionen Paiers tragen programmatische Titel wie „La Pirouette“, „Singing Bird“ oder „Histoire d’amour“. Es sind kammermusikalische Zwiegespräche, die sich zart und zupackend, schwelgend und groovig, tänzerisch und schräg, aber dabei frei von jeglichem Pathos diverser musikalischer Formen und Traditionen bedienen. Französische Musette, argentinischer Tango, Balkantänze, „purple-haziger“ Rock und Jazz klingen da unverblümt und frei an. Und doch spiegelt jedes Stück vor allem eines: Die musikalische Seelenverwandtschaft von Klaus Paier und Asja Valcic.

Klaus Paier (accordino / bandoneon), Asja Valcic (cello)


Kühn - Khalil - Cagwin
Im zeitgenössischen Jazz hat der Pianist Joachim Kühn bereits markante Spuren hinterlassen, sich über alle Kategorien hinweg gesetzt und neue Wege eingeschlagen – er weiß sich der Klangsprache der Gegenwart verpflichtet. Kühn offenbart Vehemenz und Sensibilität, virtuose Technik und Phantasie, eine unverwechselbare Anschlagskultur und einen untrüglichen Sinn für Dynamik. Der Libanesische Oud-Spieler Rabih Abou-Khalil hat mit seiner höchst verfeinerten Improvisationskunst, seiner originellen Kompositionstechnik und gewagten Auslegung der klassischen arabischen Regeln längst eine eigene Klangsprache geschaffen und dadurch einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. Großartig, wie Khalils feine Arabesken sich mit Kühns progressiven Jazzphrasen zu immer neuen überraschenden Konstellationen verzahnten! Der Amerikaner Jarrod Cagwin studierte neben dem Jazz am Berkley-College vor allem die Trommelkunst vieler außerwestlicher Kulturen, etwa bei Glen Velez. In dieser ungewöhnlich Spielkonstellation agieren Kühn, Cagwin und Khalil als gleichberechtigtes Trio, höchst spontan und schwindelerregend virtuos!

Joachim Kühn (p) Rabih Abou Khalil (oud) Jarrod Cagwin (perc)