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Einleitung

Tanzplattform Deutschland 2006
Mittwoch, 22. bis Sonntag, 26. Februar 2006
Theaterhaus Stuttgart




PRESSESTIMMEN zur Tanzplattform Deutschland 2006 im Theaterhaus Stuttgart:

ÔÇ×Auf der Suche nach einer verlorenen Kunst: Stillstand kann Konzept sein, doch auch der Tanz will vorankommen. So war man am Ende der Tanzplattform dankbar, dass Martin Nachbar und Jochen Roller ihm dabei halfen und den K├Ârper in den Mittelpunkt stellten, indem sie ihn als Erinnerungsspeicher f├╝r Bewegung ins Spiel brachten. [...] Durch Tel Aviv, Br├╝ssel, durch fremde St├Ądte und noch fernere K├Ârperzonen f├╝hrte das kartografische Duett, dessen Anordnung mit Overhead-Projektoren, Leinw├Ąnden und H├Ąngerregistraturen den Charme eines Seminarraums hat. Doch mit diesen Mitteln [...] entsteht ein St├╝ck, das am├╝sant und intelligent, schwatzhaft und poetisch ist. [...] Sch├Ân, dass uns das Navigationssystem der Tanzplattform zu diesem Duett geleitet hat."
(Andrea Kachelrie├č f├╝r die Stuttgarter Nachrichten, Dienstag 28.02.2006)

ÔÇ×F├╝r f├╝nf Tage hatte sich das Theaterhaus in ein Haus des Tanzes verwandelt. Mit 8000 Tickets, davon 2500 im freien Verkauf, voll bes├Ątzten S├Ąlen, 480 akreditierten Fachbesuchern und Journalisten aus 38 L├Ąndern sowie einer gro├čartigen Festivalatmosph├Ąre hat die Tanzplattform Deutschland 2006 alle Erwartungen der Veranstalter ├╝bertroffen. Besonderes Gewicht verleiht dieser positiven Bilanz, dass auch die Koveranstalter der Tanzplattform, eine Tr├Ągergemeinschaft aus Tanzinstitutionen, h├Âchstes Lob spendeten. Nicht nur die Infrastruktur des Kulturzentrums und der erfolgreiche Festivalverlauf wurden hervorgehoben, sondern auch das Knowhow in Sachen Tanz in Stuttgart."
(Claudia Gass f├╝r die Stuttgarter Zeitung, Dienstag 28.02.2006)

ÔÇ×F├╝r Stuttgart wurde von den Kuratoren - Madeline Ritter, Bettina Milz, Gerald Siegmund - bei 17 Produktionen ein erfreulich hohes Niveau erreicht. Ein beeindruckendes Ma├č an Reflexion, an leicht dargebotener Gedankenschwere wurde sichtbar. Noch immer versucht man, der Beschaffenheit und Bedeutung von Bewegung noch ein bisschen besser auf die Spur zu kommen, und denke keiner, das Thema sei ersch├Âpft. Manche w├╝rden gern schon das Ableben des sogenannten Konzepttanzes feiern, aber der zeigte sich in Stuttgart quicklebendig, klug, lustig sogar.
[...]
Wenn man nicht durch Entschleunigung einen Kontrapunkt setzen will, dann ist das Tanz, wie er ins Zeitalter der schnellen Schnitte passt und geh├Ârt. Bezeichnenderweise ist Geschwindigkeit auch das Markenzeichen Marco Goeckes, eines aufsteigenden Choreografen-Stars: Bejubelt wird in seinem Fall ein aberwitziges Bewegungs-Trommelfeuer, das Pr├Ązision mit ja, Aussage und Form, kombiniert. Nur sch├Ân war gestern, sch├Ân und schlau ist heute."
(Sylvia Staude f├╝r die Frankfurter Rundschau, Dienstag 28.02.2006)

ÔÇ×Bei den Musikern, die Xavier LeRoy vor und hinter einem Paravent plaziert hat, um Helmut Lachenmanns 30 Jahre alten ÔÇ×Salut f├╝r Caudwell" aufzuf├╝hren, die Befragung der Kunst nach ihrer politischen Relevanz zu splitten in einem h├Ârbaren und sichtbaren Teil, fasziniert [zun├Ąchst] die mitrei├čende Performance."
(Eva-Elisabeth Fischer f├╝r die S├╝ddeutsche Zeitung, Mittwoch 01.03.2006)




Die Tanzplattform Deutschland versteht sich als Forum zur Pr├Ąsentation aktueller Tendenzen im zeitgen├Âssischen Tanz in Deutschland und z├Ąhlt zu den wichtigsten Tanzveranstaltungen in Europa. Im Jahr 2006 wird sie in Stuttgart stattfinden und auch dieses Mal nationalen und internationalen G├Ąsten die M├Âglichkeit bieten, sich in einem konzentrierten Zeitraum eine Vielzahl von Produktionen anzuschauen und sich so einen ├ťberblick ├╝ber aktuelle Tendenzen des Tanzes in Deutschland zu verschaffen. Dar├╝ber hinaus ist die Tanzplattform ein Forum, bei dem sich K├╝nstler, Veranstalter, Kulturschaffende und ein interessiertes Fachpublikum treffen und austauschen k├Ânnen. Urspr├╝nglich als Vorauswahl f├╝r den choreografischen Wettbewerb "Les Rencontres chor├ęgraphiques internationales de Seine-Saint-Denis" ins Leben gerufen, ist sie seit 2002 ein unabh├Ąngiges Forum.

Die Tanzplattform Deutschland pr├Ąsentiert sich alle zwei Jahre in unterschiedlichen St├Ądten. Nach einer ├╝beraus erfolgreichen Tanzplattform in D├╝sseldorf im Jahr 2004 mit 400 Fachbesuchern aus 37 Nationen mit 15 Kompanien, die abendf├╝llende Choreografien in restlos ausverkauften H├Ąusern zeigten und einer inspirierten, gutgelaunten Festivalstimmung, wird die Tanzplattform Deutschland 2006 vom Theaterhaus Stuttgart unter der Leitung von Werner Schretzmeier ausgerichtet. Mit dem neuen Theaterhaus Stuttgart und seinen vier B├╝hnen f├╝r bis zu 1200 Zuschauer steht ein ideales Festivalzentrum zur Verf├╝gung.

Die Projektleitung f├╝r 2006 ├╝bernehmen Bettina Milz (Dramaturgin, Stuttgart), Claudia Bauer (ecotopia dance productions, Ludwigsburg) und Meinrad Huber (Kurator f├╝r Tanz und Theater). Ko-Veranstalter sind das tanzhaus nrw, D├╝sseldorf (Bertram M├╝ller); die euro-scene Leipzig (Ann-Elisabeth Wolff); JOINT ADVENTURES, M├╝nchen (Walter Heun); das K├╝nstlerhaus Mousonturm, Frankfurt/ Main (Dieter Buroch); das Hebbel am Ufer, Berlin (Bettina Masuch) und die TanzWerkstatt Berlin (Andr├ę Th├ęriault).

Wie schon im Jahr 2004, wird auch die Programmauswahl 2006 wieder in die H├Ąnde eines Kuratoriums gelegt. Der Tanzwissenschaftler, Autor und Journalist Gerald Siegmund, die Tanz- und Medienspezialistin Madeline Ritter (tanz performance k├Âln) sowie die Dramaturgin Bettina Milz werden ├╝ber die Programmauswahl 2006 entscheiden. Die eingeladenen Kompanien werden im Oktober 2005 bekanntgegeben.


Bisherige Plattformen:
D├╝sseldorf (2004)
Leipzig (2002)
Hamburg (2000)
M├╝nchen (1998)
Frankfurt/ Main (1996)
Berlin (1994)