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Fink Kleidheu, Tilman Rammstedt, Svavar Knútur: Doors (No Exit). Ein dubioses Schauspiel mit Musik

Eine versteckte Anzeige im Internet bewirbt den Aufenthalt in jenem Pariser Appartement, in welchem Jim Morrison starb. Unabhängig voneinander mieten sich dort der Musiker und The Doors-Fan Joe sowie die Soziologie-Studentin und Aktivistin Ada ein. Eine verhängnisvolle Entscheidung, denn die Geister, die Morrison rief, haben das Haus offenbar niemals verlassen. Als schließlich Valeria, von einem undurchsichtigen Liftboy hereingebracht, dazustößt, die an einem Musical über Morrison arbeitet, mit dem sie angeblich liiert ist, artet die Unternehmung endgültig in einen unberechenbaren Trip mit ungewissem Ausgang aus.

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Gardi Hutter: Die tapfere Hanna

Eine Wäscherin, die von grossen Heldentaten träumt.

Hanna, zerzaust und versponnen, hat als Wäscherin kein leichtes Leben. Widerspenstige Wäscheklammern, heimtückische Wäscheseile, ein Waschbecken mit schwindelerregenden Abgründen und vor allem ein dreckiger und fauler Wäschehaufen können nur mit aller List bezwungen werden.
Hannas einziger Lichtblick ist ihr Buch über die Heldentaten von Jeanne d´Arc, das sie in den Arbeitspausen mit Hingabe liest.

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Gardi Hutter: So ein Käse

Das komische Theater von Gardi Hutter ist ein Spiel mit Metaphern. Sie braucht wenige Worte, weil ihre Bilder schon Geschichten erzählen. Jedes Stück ist ein in sich geschlossenes kleines Universum, in dem sich Clown HANNA mutig, aber vergeblich, für ein bisschen Glück abstrampelt.

Die Geschichte vom Käse ist simpel: Mit einem Ofen-Fernrohr beobachtet eine hungrige Maus ein rundes Stück Käse durch die Gitterstäbe einer Mausefalle. Am Fallenrand hängen die Bilder ihrer verstorbenen Familienmitglieder, die dem Sog des Käses nicht widerstehen konnten. Die schlaue Maus geht wissenschaftlich vor und findet eine Möglichkeit, an den Käse zu kommen ohne dass die Falle zuschnappt. Wie, soll hier nicht verraten werden.

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Gardi Hutter: Die Souffleuse

Auch Souffleusen sind eine vom Aussterben bedrohte Art, aus der Familie der Wurzelgemüse.
Sie betrachten die Welt von unten. Sozusagen aus dem Loch heraus. Sie kennen das ganze Stück und alle Mitspieler. Doch niemand kennt sie. Ihr Einflüstern ist nur gefragt, wenn „die im Rampenlicht" einen Hänger haben.

Unsere Souffleuse Hanna lebt für das Theater. Und unter dem Theater. Sie hat es sich im Bühnenhohlraum gemütlich eingerichtet. So kann sie praktisch aus dem Bett arbeiten und braucht sich nur bis zur Brusthöhe herausputzen. Mehr sieht man eh nicht von ihr. Und für die Zuschauer ist sie sowieso eine Unsichtbare.

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Gardi Hutter: Die Schneiderin

Es sind die Bretter des Schneidertisches, die ihr die Welt bedeuten. Ein Blick durchs Knopfloch genügt: Erzählstoff gibt´s in Ballen. Gardi Hutter richtet mit der grossen Schere an: wie immer wird weder an Boshaftigkeit noch an Unglück gespart. Sie lässt die Puppen tanzen – die Schneiderpuppen. Abgründe tun sich im Nähkästchen auf. Bei so vielen Spulen kann sogar das Schicksal den Faden verlieren.

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Apostolos Naumis und Boris Rosenberger: Spanisch für Anfängerinnen

Die beiden ungleichen Brüder Manolo und Josè haben eine Mission. Seit Jahren touren sie durch Deutschland um ihr Spezialwissen zu vermitteln: "wir bringen Euch bei, wie ihr könnt einen spanischen Jungen kennenlernen, küssen und verlassen." Dabei sind sie sich nicht immer einig.
Mit größtmöglichster Selbstüberschätzung führt José das Publikum durch ein Programm, das als Sprachkurs getarnt eher in einer Explosion aus Gags, Clownerie und überspielten Kümmerlichkeiten endet. Sehr gekonnt garnieren die beiden das Spektakel mit spanischen Songs, die genau dort landen, wo sie hinzielen- ins Herz. Ein sauwitziger Abend, der anderswo längst zum Kult wurde.
"voll sprühender Energie und Spielwitz zaubern Boris Rosenberger und Apostolos Naumis einen heiteren, kurzweiligen und musikalisch mitreißenden Abend auf die Bühne" Badische Zeitung

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Familie Flöz: FESTE

In einem herrschaftlichen Haus am Meer soll eine Hochzeit stattfinden. Hinten, im dunklen Betriebshof, wird geliefert, geputzt, geräumt, bewacht und entsorgt. In einer poetischen Melange aus bitterer Tragik und düsterem Slapstick geben die liebenswerten Charaktere ihr Bestes, um die reibungslose Versorgung des prächtigen Hauses am Meer zu sichern. Dazu verurteilt, schwach zu bleiben, kämpfen sie um ihre Würde und den Respekt der Starken und Reichen.
Aber plötzlich ist das Meer verschwunden und es bleibt nur eine Wüste aus Sand und Stein. Für einen Augenblick steht alles still. Doch die Musik spielt lauter, das Fest der Liebe soll weitergehen.
FESTE ist ein Märchen ohne Worte für Erwachsene.
Eine tragikomische Geschichte über die Jagd nach dem individuellen Glück – hinter der sich jedoch noch mehr verbirgt: Gleich den Engeln von Paul Klee, bezeugen die Masken mit ihrer stillen Unbeweglichkeit den tosenden Wahnsinn des Fortschritts.

„Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst.“ (Walter Benjamin)

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Theater Kempten: Tanz der Wut

Altersempfehlung: Ab 16 Jahre | Nach den Vorstellungen finden Nachgespräche statt | Triggerwarnung: Sexualisierte Gewalt. Bitte Veranstaltungstext beachten!

Das tanzbegeisterte und talentierte Mädchen heißt Odette – wie der weiße Schwan in „Schwanensee“.
Onkel Ronald möchte mit ihr gerne Puppen spielen – im Badezimmer. Ganz heimlich. Die Tür ist abgeschlossen. Über Jahre hinweg.
Odette schweigt, verdrängt und ekelt sich vor sich selbst. Und sie wird wütend auf sich und die Welt. Als Musicaltänzerin auf Tournee pumpt sie sich mit Drogen und Alkohol voll. Die hoffnungsvoll begonnene Karriere geht den Bach hinunter.  Irgendwann als junge Frau gelingt es ihr, den jahrelangen Peiniger anzuzeigen und vor Gericht zu bringen. 

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ME AND MR CASH – Ein Theaterabend mit Songs von Johnny Cash und June Carter

Die Schauspieler Lucie Mackert und Roman Roth tauchen gemeinsam mit dem Gitarristen Thomas Maos in die Carter-Cash-Welt ein. Sie beleuchten die zwei Seiten einer Liebe im Showgeschäft und zeigen die vielen Facetten der beiden Hauptfiguren. Dabei lassen sie aber auch wichtige Wegbegleiter und Familienmitglieder aufleben und erzählen die Geschichte der beiden aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Mit Hilfe von neuen Arrangements altbekannter Countryklassiker wird musikalisch und darstellerisch dieses Stück Musikgeschichte erzählt und vergangene Zeiten neu beleuchtet.

"Ein sehr berührender Abend, musikalisch gelungen, mit einer spannenden Beziehungsgeschichte, der Spuren hinterlässt." - Ludwigsburger Kreiszeitung

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Saliha. Die unsichtbaren „Gast“-Arbeiterinnen

Textfassung von Anina Jendreyko
Auf Grundlage des Buches „Saliha. Eine türkische Geschichte“ von Abdulvahap Çilhüseyin

„Saliha“ ist die Geschichte einer Frau aus der Türkei, die als Arbeiterin in den frühen 60er Jahren nach Deutschland kam.
14 Mio. Arbeitsmigranten*innen aus Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei kamen zwischen 1955 und 1973 im Rahmen verschiedener Anwerbeabkommen in die Bundesrepublik Deutschland. Billige Arbeitskräfte, ohne die ein „Wirtschaftswunder“ nie stattgefunden hätte, tragen bis zum heutigen Tag zum Reichtum unserer Gesellschaft bei. Zur ersten Generation gehören ca. 800 000 Menschen aus den verschiedenen Gebieten der Türkei. Dass davon im Durchschnitt jede vierte Arbeitskraft eine Frau war, wurde von der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen.

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Theaterhaus Schauspiel: Lahme Ente, blindes Huhn

Hühner und Enten lieben die Gesellschaft und Hühner wissen meist genau, was sie wollen. Enten können hingegen sehr anhänglich sein und werden traurig, wenn sie alleine sind. Zwei Persönlichkeiten dieser schönen, gefiederten Kratz- und Wasserwesen treffen in diesem Stück rein zufällig aufeinander. Doch aus der Begegnung der beiden ziemlich verschiedenen Nestbauer mit recht gegensätzlichen Charakteren, Lebenseinstellungen und Zukunftsvisionen werden Gefährten, die Unvorhergesehenes entdecken, gemeinsam die schwierigsten Vorhaben meistern, Grenzen überwinden und ein großes Abenteuer bestehen, größer, als sie es sich jemals erträumt haben: sie sind trotz ihrer Unterschiedlichkeit Freunde geworden!

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DU BIST MEINE MUTTER

Ein Sohn besucht seine Mutter im Pflegeheim. Die Gewohnheit der wöchentlichen Begegnung mit ihrem gleichbleibenden Ritual verliert sich in einem intensiven, liebevollen Zwiegespräch, überlagert von leisen Humor und melancholischer Stimmung. Seine beeindruckende Form gewinnt das Drama mit der Darstellung von Mutter und Sohn durch einen Schauspieler.

"Der Reiz des (...) Abends liegt in Moos´ enorm empathischer Darstellungskunst." Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten

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FUROR - oder wie ein Handy alles ändern kann

Ein politikverdrossener junger Mann trifft auf einen etablierten Lokalpolitiker im Friseursalon seiner Tante. Der OB-Kandidat hat einen Unfall gebaut, das Unfallopfer ist der Sohn der Friseurladeninhaberin. Die alleinerziehende Kleinunternehmerin weiß nicht ein noch aus. Sie ist daher offen für das Gesprächsangebot des Lokalpolitikers, der ihr Unterstützung verspricht.

"Furor trifft ins Schwarze und vermittelt schmerzlich die aktuellen Entwicklungen einer auseinanderdriftenden Gesellschaft." Stuttgarter Zeitung

"Stephan Moos gibt den Politiker sehr realitätsnah und deshalb unglaublich griffig in seiner ganzen Ambivalenz, man erfährt letztendlich nicht, ob der Kandidat es ehrlich meint, zumal er letztlich sogar als Opfer des Miniatur-Naziterrors dasteht. Den zornigen Proll gibt Ufuk Cakmak ebenso vehement, er zeigt plastisch und subtil, wie gerade die zu kurz gekommen der Gesellschaft den Sprüchen der Rattenfänger folgen. Und schließlich die dritte Hauptdarstellerin, Katja Schmidt-Oehm. Sie ist einfach in Hochform, bietet eine Mutter an, zwischen Verzweiflung, Schmerz, Misstrauen und der vagen Aussicht, wenigstens etwas von ihren Sorgen in den Griff zu bekommen. Von schmerzgebeutelt bis entschlossen reicht ihr Repertoire, sie weint, verhandelt, spricht über die Probleme und wird so zur starken Figur, um die es eigentlich gehen sollte und gegen deren Schmerz die Kämpfe der beiden Männer geradezu lächerlich erscheinen. Werner Schretzmeier hat dieses Stück einmal mehr schnörkellos und gradlinig inszeniert." Ludwigsburger Kreiszeitung

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Die deutsche Ayse

von Tuğsal Moğul

„Mama, mach mal die Kühlschranktür auf und jetzt die Tür vom Tiefkühlfach, nimm das ganze Fleisch und Eis da raus und stecke jetzt mal deinen Kopf da hinein und bleibe eine Minute in dieser Position: So kalt ist Deutschland. Keine Sonne, viel Regen, und alle Leute am Arbeiten.“
Drei türkische Frauen aus der ersten Einwanderergeneration. Sie kommen in ein fremdes Land, das so ganz anders ist, als ihre Vorstellungen davon waren. Sie wollen nicht lange bleiben, und stehen doch vor der Herausforderung, sich mit ihrer neuen Heimat anzufreunden. Wie schwer ist es, sich in ein anderes Land zu integrieren? Und was tut dieses Land dafür?

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Eine BLOMST!-Produktion: GLAUBE. LIEBE. MEINUNG

„Sie werden schon sehen, dass jede Epoche die Epidemie hat, die sie verdient. Jeder Zeit ihre Pest“  -Ödön von Horváth

Im Karussell der Meinungen begegnen sich fünf grundverschiedene (Lebens-)Prinzipien im engen und weiten Rahmen irgendeiner wirklichen Virtualität.

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