Neue Vocalsolisten, E. Yabe, J. Fuhr, Ch. Mani, E. Waterhouse, E. Frankhauser: Terra Nera
ECLAT 2019

Saskia Bladt: terra nera. Musik in Szenen

„Mit dem Himmelsstürmer Don Quixote stürzen wir auf die schwarze Erde und erfahren so das Scheitern als etwas Ur-Menschliches. Doch selbst hier, in der Schwärze des Abgründigen, schimmern Lichtfunken ..."

Klangobjekte, Ausstattung: Sophie von Arnim
Kompositionsdramaturgie: Martin Spura

Neue Vocalsolisten, Emily Yabe (Violine), Jens Fuhr (Klavier), Chasper-Curò Mani (Bariton), Elizabeth Waterhouse (Tanz), Eliane Fankhauser (Blockflöten)

Saskia Bladt, Sophie von Arnim und Martin Spura verbindet eine langjährige intensive Zusammenarbeit. Sie entwickeln klare räumliche Konzepte, die durch Klangobjekte, Bewegung und Licht sichtbar und durch die musikalisch-szenische Komposition bespielt werden. Die Poesie von Sophie von Arnims visueller Arbeit entsteht auf der Basis von rein funktionalen Klangskulpturen: Objekte, Kleidung, Bewegung entwickeln sich aus einer inneren musikalischen Notwendigkeit. Diese Klangobjekte beeinflussen maßgeblich die Klangwelt von Saskia Bladt, während Martin Spura die einzelnen Momente im Gesamtfluss eines Werkes durch mythologische und poetische Deutungen ausleuchtet und kontextualisiert. Das Interesse der drei Künstler*innen liegt in der Erforschung von integralem Musiktheater, also in szenischen Kompositionen auf der Basis mythischer Opernstoffe, die dazu einladen, nicht im klassischen Regietheatersinn psychologisiert, sondern szenisch komponiert zu werden. Die drei verbindet eine enge Zusammenarbeit mit der Geigerin Emily Yabe, dem Bariton Chasper-Curò Mani, dem Pianisten Jens Fuhr, der Tänzerin Elizabeth Waterhouse und der Mittelalterforscherin Eliane Fankhauser.