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Ausstellungseröffnung: Herbert Grammatikopoulos - Transit Tibet

Der westliche Blick auf das "Dach der Welt" ist geprägt von Mythen, Exotismen und Projektionen, von politischer und religiös motivierter Propaganda.

Während China die Befreiung von der Leibeigenschaft und die technischen Errungenschaften und somit den Anschluss Tibets an die Moderne und das 21.Jahrhundert preist, beklagen Traditionalisten und Klerikale die damit einhergehende Verletzung der Menschenrechte und Zerstörung der tibetischen Kultur. In diesem Spannungsfeld kommen die vor Ort lebenden Menschen kaum je zu Wort. Selten wird die Frage nach den tatsächlichen, alltäglichen Lebensbedingungen in dieser extremen und rauen Umwelt gestellt. Und was bewirken welche Veränderungen?

 

Die Exponate des Stuttgarter Kulturwissenschaftlers und Ethnologen Herbert Grammatikopoulos umfassen vier Themenblöcke:

Landschaftsaufnahmen vermitteln Eindrücke der grandiosen, die wenigen Menschen umgebenden Raums, und deren ästhetische Anziehungskraft, die so ursächlich als vielfältige Projektionsfläche dient. Daran schließen sich Momentaufnahmen religiöser Riten und aus dem Alltag von Mönchen und Pilgern an. Der dritte Block besteht aus Aufnahmen der mittelalterlichen Stadtanlagen und Details der kunstvollen klerikalen Architektur.  Der vierte Block schließlich zeigt Szenen aus dem alltäglichen Leben im Transit von einer traditionellen Lebensweise zu einer "modernen" und den daraus resultierenden, gelegentlich kurios anmutenden Widersprüchen.

 

 Die Photographien entstanden auf Reisen, während er mehrere Jahre im benachbarten Nepal lebte.