Theater Kempten: Tanz der Wut

Altersempfehlung: Ab 16 Jahre | Nach den Vorstellungen finden Nachgespräche statt | Triggerwarnung: Sexualisierte Gewalt. Bitte Veranstaltungstext beachten!

 

Ein getanztes Schauspiel von Andréa Bescond & Eric Métayer
Inszenierung: Silvia Armbruster & Christina Comtesse
Choreografie: Christina Comtesse
Mit Corinne Steudler

Unter der Schirmherrschaft von Marion Kracht

 

Das tanzbegeisterte und talentierte Mädchen heißt Odette – wie der weiße Schwan in „Schwanensee“.
Onkel Ronald möchte mit ihr gerne Puppen spielen – im Badezimmer. Ganz heimlich. Die Tür ist abgeschlossen. Über Jahre hinweg.
Odette schweigt, verdrängt und ekelt sich vor sich selbst. Und sie wird wütend auf sich und die Welt. Als Musicaltänzerin auf Tournee pumpt sie sich mit Drogen und Alkohol voll. Die hoffnungsvoll begonnene Karriere geht den Bach hinunter.  Irgendwann als junge Frau gelingt es ihr, den jahrelangen Peiniger anzuzeigen und vor Gericht zu bringen. Sie begibt sich zusammen mit ihrer Mutter, die das Geschehene immer noch nicht wahrhaben will, in eine Therapie.
Und immer noch bleiben die Wut und der Tanz.

Doch irgendwann kann die erwachsene die kleine Odette in sich an der Hand nehmen…

Bösartig, komisch, poetisch, sensibel, hoch emotional, explosiv, befreiend und ungemein elegant – ein getanztes Theaterstück zu einem der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft – dem sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Verwandte oder nahe Freunde der Familie.

Werfen Sie jetzt einen Blick in den Trailer zum Stück.

 

"Corinne Steudler spielt und tanzt sich sensationell die Seele aus dem Leib. Und das geht unter die Haut." — Allgäuer Zeitung

 

2021 wurden 15.500 Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern sowie der Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen gemeldet.
Statistik des Bundesinnenministeriums  

 

Das Stück thematisiert sexualisierte Gewalt, ohne sie explizit darzustellen. Bei manchen Zuschauer:innen könnte dies schwierige Gefühle, Erinnerungen oder Flashbacks auslösen. Wir bitten Sie daher, achtsam mit sich zu sein und gegebenenfalls das Stück nicht alleine anzusehen, wenn die Inhalte potenziell überfordernd sein könnten. Sollte es bei Ihnen zu Erinnerungen eigener negativer Erlebnisse kommen oder gar psychische Symptome im Zusammenhang mit früheren Traumatisierungen getriggert werden, können Sie sich Hilfe bei der nächstgelegenen Fachberatungsstelle suchen. Eine aktuelle Liste der Kontaktadressen finden Sie unter: www.hilfeportal-missbrauch.de

Kostenloses Hilfetelefon Gewalt an Frauen: 08000 116016
Kostenloses Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800 1239900