• Programm
  • Theaterhaus Schauspiel
  • Gauthier Dance
  • Kulturvermittlung
  • de
  • en
  • Programm
    • Theaterhaus Schauspiel
      • Gauthier Dance
        • Kulturvermittlung
          • Ticketinformationen
            • Ihr Besuch
              • Anfahrt
              • Gastronomie
              • Barrierefreiheit
            • Über uns
              • Das Haus
              • Das Team
              • Verein
              • Geschichte
            • Unterstützen
              • Mitglieder & Friends
              • Spenden
              • Sponsoring
            • News
              • Ausstellungen
                • Mieten
                  • Kontakt
                    • Jobs
                      1. Home ›
                      2. News ›
                      3. Kultur verbindet Menschen ›
                      News
                      Maria Kalesnikava im Theaterhaus Stuttgart
                      © Martin Kemeter

                      Kultur verbindet Menschen

                      Maria Kalesnikava im Theaterhaus Stuttgart
                      © Martin Kemeter

                      Maria Kalesnikava ist eine belarussische Musikerin und Kulturmanagerin, die lange in Stuttgart lebte und an Projekten der Neuen Musik arbeitete. 2020 kehrte sie nach Belarus zurück und avancierte zur Stimme der Protestbewegung gegen Alexander Lukaschenko. Im September 2020 wurde sie verhaftet und 2021 zu elf Jahren Straflager verurteilt. Im Dezember 2025 kam sie frei. Heute knüpft sie wieder an ihre Kunst an – und möchte Kultur als Raum der Freiheit stärken. Wir konnten mit ihr während des ECLAT-Festivals im Theaterhaus sprechen.

                      Wann begann Deine Beziehung zur Musik – und wann wurde sie zu einem inneren „Muss“?
                      Schon als Kind habe ich gesungen, getanzt – Musik war einfach da. Später habe ich angefangen, genauer zuzuhören, bewusst zu spielen, nachzudenken über das, was passiert. Irgendwann wird es nicht mehr nur Technik, sondern ein Weg, die Welt zu verstehen.

                      Welche künstlerischen Prägungen trägst Du bis heute in dir?
                      Es sind nicht nur Musik und Komponist:innen. Alles aus der Welt formt einen – Geschichten, gesellschaftliche Entwicklungen, Fortschritt, Selbstbeobachtung. Alles sammelt sich im Kopf und beeinflusst, wie man hört, spielt, denkt.

                      Was hat sich in Deinen Jahren in Stuttgart verändert?
                      Das war eine Phase, um mich selbst zu erkennen. Alte und neue Musik zu erleben, mit Komponist:innen zu arbeiten, neue Wege zu finden. Und neue Menschen kennenzulernen, neue Perspektiven auf Freiheit und Kunst zu gewinnen. Es war ein Austausch, der viel verändert hat.

                      Was ist Dein künstlerischer Kern – ästhetisch und menschlich?
                      Es geht um Spannung und Offenheit. Um Momente, die noch nicht entschieden sind, um Balance zwischen Klang und Stille, zwischen Kontrolle und Loslassen. Genau dort entsteht etwas, das echt ist.

                      Kannst du Deine Definition von Kunst in einem Satz beschreiben?
                      Kunst ist ein Raum der Vorstellungskraft. Hier lebt alles weiter, was wir erlebt, gesehen und gedacht haben – auch das, was man nicht in Worte fassen kann. Es ist eine Art konzentrierte Erfahrung, in der Wissen, Fantasie und Erinnerung zusammentreffen.

                      Welche Rolle spielt Kultur für Dich persönlich?
                      Kultur ist aktive Praxis. Sie formt, wie wir die Welt verstehen, wie wir aufeinander zugehen, unser Miteinander. Kultur verbindet Menschen, schafft Räume für Dialog, Trost und Inspiration, gerade wenn alles andere auseinanderfällt.

                      Welche künstlerischen Routinen haben Dir während der Haft geholfen?
                      In mich gehen, beobachten, nachdenken und Erinnerungen abrufen. Musik im Kopf, Texte, Stille. Das sind ganz einfache Mittel, aber sie geben Halt und Orientierung.

                      Du hast in einem anderen Interview gesagt, Kunst habe Dich „gerettet“: Wie genau?
                      Sie hält die Fantasie wach, lässt uns innerlich reisen. Sie sammelt Erfahrungen, Geschichten, Bilder, Erinnerungen – ein kollektives Gedächtnis, in dem alles Mögliche passieren kann. Daraus entstehen Kraft, Orientierung und die Möglichkeit zu handeln.

                      Du warst beim ECLAT-Festival im Theaterhaus. Gab es einen besonderen Moment?
                      Es waren so viele Gefühle. Freude über Freunde und Kolleg:innen, lebendige Neugier auf Musik und Kunst, diese Energie, alles wieder gemeinsam zu erleben. Und unglaublicher Stolz auf meine jungen Landsleute, die trotz allem weitermachen.

                      Drei Werke für deine künstlerische Welt?
                      Vielleicht so:
                      – Ein Stück, das Zeit anders erfahrbar macht und die Hörer:innen verändert.
                      – Ein Text, der Fragen offenlässt und lange nachwirkt.
                      – Eine Begegnung, die neue Perspektiven eröffnet und das eigene Hören erweitert.

                      Woran möchtest Du jetzt arbeiten?
                      Performance. Am 9. April habe ich mein erstes Auftreten nach fast sechs Jahren im Radialsystem Berlin. Und neue Projekte mit Kolleg:innen: Victoria Vitrenko, Sergey Nevsky und dem Trio Vis-à-Vis. Endlich wieder gemeinsam Musik schaffen, Ideen ausprobieren und live erleben.

                      Die Fragen stellte Kai Bliesener.

                      Theaterhaus-Kasse
                      +49 711 402070
                      Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–21 Uhr
                      Sa, So & Feiertags 13–21 Uhr
                      Newsletter
                      Jetzt abonnieren
                      • Barrierefreiheit
                      • Kontakt
                      • Jobs
                      • Stiftung
                      • AGB
                      • Impressum
                      • FAQ
                      • Cookie-Einstellungen
                      Mieten
                      Hauptsponsor des Theaterhauses Stuttgart