Orchester Jazz@Large
anlässlich des INTERNATIONALEN TAG DES JAZZ

Klang / Groove /  Sound / Improvisation
3 Kompositionen für großes Jazz-Orchester

feat. Matthias Schriefl (tp/Köln)
Nikola Lutz (sax)
Magnus Mehl (sax)

“...Stuttgarter Jazz gewinnt ein spannendes, schärferes Profil...“ (Stuttgarter Nachrichten)
Mit dem Orchester Jazz@Large feiert die Stuttgarter Jazzszene den Internationalen Tag des Jazz in einer experimentierfreudigen Besetzung.
Jazz@Large ist der Klangkörper der Interessengemeinschaft Jazz e.V. Stuttgart. Das jeweils neu besetzte Orchester tritt mit wechselnden Komponisten und Leitungen auf und repräsentiert die Vielfalt der Stuttgarter Musiker. Jazz@Large wird gefördert von der Stadt Stuttgart. An dem 5. Abend der Konzertreihe im Theaterhaus Stuttgart leitet als Gast und besonderes Highlight der sensationelle Kölner Trompeter und Komponist Matthias Schriefl den zweiten Teil des Konzerts. Die bunte Mischung aus etablierten Jazzmusikern verspricht ein farbenfrohes Happening.

Die Besetzung:
Vocals: Barbara Bürkle, Sarah Neumann
Violine: Klaus Marquardt
Akkordeon: Tobias Escher
Trompete: Jens Müller, Gerhard Mornhinweg, N.N., Matthias Schriefl
Posaune: Eberhard Budziat, Moritz von Woellwarth
Bassposaune: Florian Beck
Sousaphon: Matthew Bookert
Saxofone/Doublings: Martin Keller, Nikola Lutz, Magnus Mehl, N.N.
Piano: Frank Eberle, Bernhard “Böny“ Birk
Gitarre: Martin Wiedmann
Bass: Steffen Hollenweger, Tobias Bodensiek
Drums & Percussion: Ferenc Mehl, Hans Fickelscher, Bodek Janke

Komposition & Leitung:

Matthias Schriefl (Trompete/Köln) stammt aus dem Allgäu und ist einer der Shooting Stars der deutschen Jazzszene.

Er trötete mit drei Jahren schon ständig in eine halbe, kaputte Trompete, über deren andere Hälfte ein Auto gefahren war. Mit 7 Jahren erhielt er Trompeten- und Klavierunterricht, wurde als Elfjähriger Bundessieger bei „Jugend Musiziert“ und übernahm in der neunten Klasse die Leitung der Schulbigband, mit der er bereits erste Eigenkompositionen aufführte. Im Alter von 15 Jahren war er das jüngste Mitglied im BundesJazz-Orchester. Mit 17 wurde er mit seiner Band „Sidewinders“ Bundessieger bei „Jugend Jazzt“ und produzierte als Gewinn die CD „Die Bestie“ bei Mons Records, es folgten Touren durch Texas, Russland und Rumänien.
Weitere Auszeichnungen: der WDR-Jazzpreis für Improvisation (2007) „Stern des Jahres 2007“ von der Münchner Abendzeitung, den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Komposition 2008 und „Rising Star“ der Kölner Philharmonie 2008.
 
Die bisher größte Aufmerksamkeit erlangte Matthias Schriefl mit seiner Band Shreefpunk, mit der er auf ACT zwei Alben (eine davon mit Django Bates) veröffentlichte. Zwischen 2007 und 2009 tourten „Shreefpunk“ durch 15 Länder Europas, Mexiko, Australien und 7 Länder Westafrikas, die Band spielte dabei in zahlreichen großen Konzerthäusern und Philharmonien.

Auf seinem aktuellen Album „Six, Alps & Jazz“ (ACT) widmet sich Matthias Schriefl der Musik seiner Allgäuer Heimat und überführt diese so liebevoll wie furchtlos ins Hier und Jetzt. 2012 erhielt er den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die CD "Six, Alps and Jazz".

Nikola Lutz (Saxofon) - studierte Saxofon in Bordeaux und Stuttgart und hat sich als Saxofonistin für Neue und expertimentelle Musik einen Namen gemacht. Sie spielte mit internationalen Größen wie Sainkho Namtchylak oder Peter Kowald und brachte zahlreiche Werke zur Uraufführung. Als Komponistin arbeitet sie in den Bereichen Klangkunst, Performance und Klanginstallation. Seit 2006 ist sie als Dozentin für klassisches Saxofon an der Musikhochschule Stuttgart tätig.

Ihr Stück „GraficSound III“ ist ein Improvisationskonzept mit grafischen Partituren. Aus den einzelnen Grafiken entsteht eine formal variable Partitur, sie bilden eine gleichformatige Sammlung halbtransparenter Folien, die immer wieder neu zusammengestellt und überlagert werden können. Die hierarchiefreie Gleichzeitigkeit visueller und akustischer Wahrnehmung wird zur formenden Kraft für das Stück. GraficSound III führt Musiker und Zuhörer ins Grenzfeld von Kontrolliertem und völlig Freiem.
Magnus Mehl (Saxofon) studierte Jazzsaxophon in Amsterdam, Köln, Nürnberg und Stuttgart, sowie als Stipendiat des DAAD in New York City. Er spielte in den Landes Jazzorchester Baden-Würtemberg, Bayern und NRW, sowie im Bundes Jazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.
Mit verschiedenen Ensembles gewinnt Magnus Mehl erste Preise bei renommierten internationalen Jazzwettbewerben in Spanien und Italien (Getxo Jazzcontest, int. Jimmy Woode Award), sowie einen 2ten Preis beim int. Hoilaart Jazzcontest in Belgien.
In Kooperation mit dem Goethe Institut gastiert Magnus Mehl mehrfach mit verschiedenen Ensembles auf Festivals und Touren im Ausland: Mittelamerika (Panama, Honduras, Nicaragua, San Salvador, Costa Rica), Asien (Kambodcha, Laos, Vietnam, Malaysia).
Er ist Träger des Kulturförderpreises seiner Heimatstadt Rottweil und Stipendiat der Kunststiftung des Landes Baden-Württemberg und spielte u.a. mit: Paquito de Riviera, Randy Brecker, Antonio Hart, Sandy Patton, Nils Wogram.