noVOICE - noBODY
Musik- und Tanzperformance

noVOICE – noBODY hinterfragt soziale Klischees, Tabus, Realitäten der Mehr- und Minderheiten und stellt die Frage nach der metaphysischen Existenz des Menschen. Die Performance konfrontiert uns mit den Gefühlen, die die Erkenntnis der (Un-) Freiheit in uns auslöst.
Macht und Freiheit sind eng miteinander verwoben. Das genreübergreifende Stück untersucht diese Spielräume und Spannungsverhältnisse zwischen Individuen untereinander und im Verhältnis zur Gesellschaft. voice bedeutet nicht nur die individuelle Artikulierung mit der Stimme, sondern auch Mitspracherecht. Und body steht nicht nur für den individuellen Körper, sondern auch für die Gesellschaft.
In episodischen Szenen erforschen die beteiligten Künstler*innen über den Körper, die Stimme und die Musikinstrumente als Erweiterung zur Stimme die verschiedenen Wirkungen, die Macht und (Un)Freiheit erzeugen. Diese Wirkungen spiegeln sich nicht zuletzt in der (un)eingeschränkten Bewegungsfreiheit wider.
Das sagt die Jury von Made in Stuttgart: „In der Musik- und Tanzperformance ‚noVOICE – noBODY‘ von Natasha López wird das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Macht vielschichtig beleuchtet. Durch die Stimme und den Körper werden wirkungsvolle Bilder geschaffen und die (Un-)Freiheit des Individuums wird in der Gesellschaft ausgelotet. Durch Videoinstallationen wird ein erweiterter Raum geschaffen und neue Stimmen finden Platz. Instrumente, Gesang, Tanz und Video verschmelzen zu einem vielschichtigen, abstrakten Kunstwerk.“ (Lisa Hessenthaler)
Wir widmen noVOICE - noBODY Maria Kalesnikava, belarussiche Oppositionsführerin und Aktivistin innerhalb der Demokratiebewegung in Belarus. Maria Kalesnikava ist unsere Freundin, Kollegin und Flötistin des TRIO vis-à-vis und ist seit 9. September 2020 in Minsk (Belarus) inhaftiert worden. Sie hat die Uraufführung der Performance in Juli 2019 gespielt.  Wir möchten auf die Situation in Belarus mit Nachdruck hinweisen und Maria Kalesnikava eine Stimme geben: Die Szenen, in denen sie in noVOICE – noBODY gespielt hat, werden wir in der Vorstellung im Rahmen von „Made in Stuttgart“ durch Videoprojektionen ersetzen, die Maria bei Protestaktionen der Demokratiebewegung in Belarus im Jahr 2020 zeigen.
 
Natasha López Konzept und Produktionsleitung, Gesang
Alexandra Mahnke Choreographie, Tanz
Remmy Canedo  Komposition/ Live Elektronik/ Video Performance
Guillermo González Flöte
Hugo Rannou Violoncello
Yahi Nestor Gahé Tanz
Marija Skender Tanz
Alexander Joseph Licht

 

Weitere Informationen
Im Rahmen von Made in Stuttgart – Das interkulturelle Festival in Kooperation mit dem Forum der Kulturen

 

 

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