Jahrestag rassistischer Anschlag in Hanau
Sechs Jahre danach — SAY THEIR NAMES
In Erinnerung an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili-Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin und Ibrahim Akkuş.
Am 19. Februar jährt sich der rassistische Anschlag in Hanau zum sechsten Mal.
Wir schließen uns dem Aufruf und den Worten der Initiative 19. Februar an.
Wir nennen zehn Namen — und meinen alle Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Wir gedenken aller.
Für die Angehörigen bedeutet Erinnern, die Geschichte immer wieder zu erzählen — so, wie sie geschehen ist. Gegen das Vergessen. Gegen die Verharmlosung. Gegen das Verdrehen der Wahrheit.
Die Namen der Ermordeten sind eine Anklage. Sie fordern uns heraus, den rassistischen Normalzustand zu benennen und zu bekämpfen — im Alltag, in Behörden, in Politik, in Medien und in den Sicherheitsapparaten.
Betroffenheit und Lippenbekenntnisse reichen nicht. Der Staat ist seiner Verantwortung zur Aufklärung und zur Konsequenzziehung bis heute nicht nachgekommen.
In einer Zeit, in der die Gefahr einer rechtsextremen Regierung real ist, sagen wir klar: Nie wieder ist jetzt.
Mit der Theaterhaus-Schauspielproduktion „And Now Hanau“ möchten wir jeden Monat aufs Neue erinnern.
Erinnern heißt verändern.
Erinnern heißt handeln.
Erinnern heißt kämpfen.
Erinnern heißt, zusammenzukommen und aufeinander achtzugeben.
Am 18. Februar ist „And Now Hanau“ im franz K. in Reutlingen zu Gast, verbunden mit einem Workshop zu den Themen Rassismus, Widerstand und Solidarität.
Am 19. Februar rufen wir dazu auf, SAY THEIR NAMES überall sichtbar zu machen.
Laut.
Sichtbar.
Solidarisch.
In Stuttgart findet am 19. Februar um 18 Uhr eine Gedenkkundgebung am Bahnhof Cannstatt statt. Eine deutschlandweite Übersicht aller Kundgebungen, Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen finden Sie hier.
SAY THEIR NAMES.
Immer.
Überall.
