Description
Wir wissen nicht was die Zukunft bringt, wie immer.
Wenn nur diese dunkle Wolke da oben nicht wäre. Hier ein bisschen Radikalisierung, da ein bisschen Eskapismus. Wer bietet mehr?
Laura Oppenhäuser!
Nenn sie Engel. Diktatorin. Oder einfach: analoge Influencerin.
Moment. Ist das nicht das Letzte was wir gerade brauchen - noch Eine, die an die Macht will?! Hochgradig unsympathisch. Aber es hilft ja alles nichts: wer beim Anblick der „Spitze“ nur verzweifelt, muss halt einfach selber ran. Raus aus dem rabbit hole der Einsamkeit, analog verspricht die Sache interessant zu werden.
Also zieht sie los; als top gestylter Engel erscheint sie in Schule, Kneipe, Knast und Stadion. Verspricht Heil, stiftet Vertrauen und vergrößert ihre Reichweite zuverlässiger als jede Agentur.
Wenn sie dann monatelang unterwegs war, weiß die ganze Stadt Bescheid:
Rettung naht! Folge ihr.
Sie ist der aufregende Teil von Unbekannt!
Das Risiko der Live-Begegnung!
Sie ist die Weichzeichnung im Schwarz-Weiß-Denken!
Der Biorhythmus der deine Bubble sprengt!
Hol deine Leute! Die, mit denen du schon lange mal wieder was machen wolltest!
Diese Show ist echt!
Diese Show ist voller Zuversicht!
Endlich ein Algorithmus, der uns alle gleich bedient!
Diese Show ist deine, ist meine, ist unsere Bewältigungs-Strategie!
Endlich mal kein Theater, keine Politik und kein Team-Meeting
- wie könntest du's bereuen?
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Ausgebildet als Silberschmiedin und Figurenspielerin, arbeitet Laura Oppenhäuser seit 2013 freischaffend als Performerin und Theatermacherin. Sie interessiert sich für Macht und Ohnmacht, für das Aushalten von Andersartigkeit - und für die Frage, wie weit künstlerische Freiheit gehen kann, wenn sie sich nur bedingt absichert. Ihre Arbeiten sind direkt, körperlich und oft provokativ, ohne je eindeutig zu werden. Autobiografisches mischt sich mit Erdachtem, Naivität mit Präzision, Humor mit Zumutung. Sie produziert prozessorientiert, widerständig und mit Lust an der Reibung: Fragen stellen, Grenzen testen, Unbekanntes zulassen – auch dann, wenn es unbequem wird.



